Camping an der Mosel mit Hund: Gebühren und Regeln im Kreis
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Kurzzusammenfassung
- Der Hund kostet pro Nacht zwischen 2,50 Euro in Senheim und 4,00 Euro in Treis-Karden. Die Preisliste in Nehren führt für ihn gar keinen Posten.
- Vier der sieben Betreiber schreiben die Leine ausdrücklich vor, zwei davon verlangen zusätzlich, dass der Hund seine Notdurft außerhalb des Platzes verrichtet.
- Nur der Holländische Hof in Senheim sagt, auf welchen Stellplätzen Hunde stehen dürfen: auf den Nummern 1 bis 136 mit Ausnahme der 80, dazu auf vier Plätzen am Deich.
- In den Schlaffässern und Campingpods auf Mosel Islands sind Hunde ausdrücklich nicht erlaubt, obwohl der Platz sie auf dem Stellplatz gegen Gebühr aufnimmt.
Zwischen 2,50 und 4,00 Euro pro Nacht kostet der Hund auf den Campingplätzen im Kreis Cochem-Zell. Das ist die kleinere der beiden Fragen. Die größere ist, wo er sich bewegen darf, und darauf antworten die sieben Plätze sehr unterschiedlich ausführlich: von einer Zeile über die Leine bis zu einer Liste mit Platznummern.
Und einer schweigt ganz. Der Platz Zum Feuerberg in Ediger-Eller nennt auf seinen deutschen Seiten zu Hunden nichts, weder eine Gebühr noch eine Regel. Vor einer Buchung dort bleibt nur der Anruf.
Was der Hund pro Nacht kostet
| Platz | Hund pro Nacht |
|---|---|
| Holländischer Hof, Senheim | 2,50 € |
| Campingplatz Bruttig-Fankel | 3,00 € |
| Campingpark Zell | 3,40 € |
| Mosel Camping Cochem | ab 3,50 €, höchstens zwei Hunde |
| Mosel Islands, Treis-Karden | 4,00 € |
| Campingplatz Nehren | kein Posten in der Preisliste |
| Zum Feuerberg, Ediger-Eller | keine Angabe auf den deutschen Seiten |
1,50 Euro Unterschied pro Nacht entscheiden nichts. Interessant wird die Reihenfolge erst, weil die Personengebühr in dieselbe Richtung läuft. Zwei Erwachsene mit Hund zahlen in Senheim auf einem M-Platz 34,50 Euro für die Nacht: 16,00 Euro für den Platz, zweimal 8,00 Euro und 2,50 Euro für den Hund. Auf dem Standard-Stellplatz in Treis-Karden sind es 49,00 Euro, weil der Erwachsene dort 10,50 Euro kostet und der Hund 4,00 Euro. Der Strom kehrt den Vorsprung nicht um, verkleinert ihn aber: In Senheim kostet die Kilowattstunde 0,75 Euro extra, in Treis-Karden sind bis zu 5 kWh am Tag im Grundpreis enthalten.
In Nehren steht in der Preisliste kein Hundeposten, und die Ausstattungsliste desselben Platzes vermerkt nur „Hunde erlaubt“. Die Übernachtungspauschale für zwei Erwachsene mit Pkw und Wohnwagen liegt bei 30,00 Euro und schließt Nebenkosten und Duschen ein. Ob der Hund darin aufgeht oder an der Rezeption abgerechnet wird, steht nicht dabei. Im Campingpark Zell sind die 3,40 Euro dagegen der einzige Aufpreis, der beim Hund anfällt; Strom, warme Duschen und Müllabfuhr sind im Preis enthalten.
Wo der Hund hin darf, und wo nicht
Hier trennt sich ein Platz von den übrigen sechs. Der Holländische Hof in Senheim nennt die Stellplätze, auf denen Hunde erlaubt sind: die Nummern 1 bis 136 mit Ausnahme von Platz 80, dazu vier Plätze auf dem Deich zwischen Campingplatz und Hafen. Höchstens zwei Hunde je Platz. Die hundefreien Bereiche sollen Hundebesitzer auch beim Spaziergang nicht betreten.
Das hat einen praktischen Grund, den der Betreiber selbst nennt: Die hundefreundlichen Plätze liegen alle am Rand des Geländes, sodass man mit dem Hund schnell hinaus kommt. Freilaufen ist auf dem Gelände nicht erlaubt, auch nicht für die zwei Minuten im Supermarkt. Am eigenen Stellplatz darf ein kleiner Zaun vor Wohnwagen, Wohnmobil oder Zelt stehen, solange man selbst dabei ist. Kotbeutel liegen kostenlos aus.
Zwei Auskünfte derselben Seite sind für die Planung mehr wert als jede Preistabelle. Erstens: In der Mosel dürfen Hunde schwimmen. Zweitens: In der direkten Umgebung gibt es keine Freilaufflächen, die Leine bleibt also auch auf der Wanderung dran. Kein anderer Betreiber im Kreis sagt dazu etwas, weder das eine noch das andere.
Nehren regelt den Hund in Punkt 4 seiner Platzordnung: grundsätzlich angeleint, die Notdurft außerhalb des Platzes, und in die Wasch- und Toilettenräume darf er nicht. Dazu passt eine Zeile weiter unten, die Hundebesitzer betrifft, ohne den Hund zu nennen: Zäune dürfen dort höchstens 70 Zentimeter hoch sein. Zwei dieser Auflagen stehen auch in Bruttig-Fankel, nur freundlicher formuliert: Hunde nur angeleint, und das Geschäft bitte außerhalb des Campingplatzes. Zwei Plätze verlangen damit den Gang vor die Schranke, morgens und abends.
Für Hundebesitzer ist ohnehin nicht die Leine die eigentliche Einschränkung, sondern die Mittagsruhe. In Nehren gilt sie von 13 bis 15 Uhr, und in dieser Zeit darf kein Kraftfahrzeug den Platz befahren, ausdrücklich auch bei offener Schranke. Bei Mosel Camping Cochem ist die Einfahrt während der Mittags- und Nachtruhe nicht möglich, und das Check-in-Fenster hat zwischen 13.30 und 14.30 Uhr dieselbe Lücke; welche Uhrzeiten die Mittagsruhe dort umfasst, nennen die Geschäftsbedingungen nicht. Die kurze Fahrt zu einer Wiese außerhalb fällt damit auf zwei Plätzen in die Mittagsstunden.
In seiner Ausstattungsliste auf der Startseite führt Nehren allerdings „Keine Mittagspause“, während die Platzordnung ein paar Absätze weiter die 13 bis 15 Uhr nennt. Gemeint sein dürfte einmal die Rezeption und einmal der Fahrverkehr. Vor der Mittagsrunde mit dem Hund klärt das eine Frage an der Schranke.
Mosel Camping Cochem hat die strengste Klausel zum Hund selbst, und sie steht nicht in der Preisliste, sondern in den Geschäftsbedingungen. Dort sind Hunde willkommen mit Ausnahme von Kampfhunden und als gefährlich eingestuften Hunderassen, höchstens zwei je Standplatz, und es gilt Leinenzwang auf dem gesamten Gelände sowie auf den angrenzenden Straßen und Freiflächen. Das ist die einzige Rasseklausel im Kreis, und sie steht an der Stelle, die man beim Buchen überliest. Bei einem Hund, der darunter fallen könnte, gehört der Anruf vor die Anreise.
Bei den Mietunterkünften endet die Toleranz
Die Gebühr auf dem Stellplatz sagt nichts darüber, ob der Hund auch in eine gemietete Unterkunft desselben Platzes darf. Mosel Islands nimmt ihn für 4,00 Euro auf dem Stellplatz, schreibt zu den Schlaffässern und Campingpods aber ausdrücklich „Keine Hunde erlaubt“. Wer mit Hund in ein Fass will, fährt umsonst hin.
In Senheim ist die Lage anders und im Ergebnis ähnlich unklar: Der Platz führt eine eigene Seite zum Thema Hund, auf den Seiten zum Mietwohnwagen und zur Moselhütte steht dazu jedoch nichts. Die Platznummern der Hundeliste sind Stellplätze, keine Mietobjekte. Vor der Buchung einer Unterkunft mit Hund bleibt hier der Anruf.
Welcher Platz für welchen Hund
Für mehr als ein Wochenende ist der Holländische Hof in Senheim die klare Wahl. Er hat die niedrigste Hundegebühr, er ist der einzige, der vorher sagt, auf welchen Plätzen der Hund stehen darf und auf welchen nicht, seine Hundeplätze liegen am Rand, und der Hund darf in die Mosel. Dass derselbe Platz zugleich der einzige mit hundefreiem Bereich ist, macht die Sache für beide Seiten leichter: Gäste mit Hundeangst müssen dem Tier hier nicht ausweichen.
Für eine Nacht auf der Durchreise fährt man besser nach Nehren. Der Betreiber beschreibt seinen Platz als Naturcampingplatz mit Wiesenstellplätzen, abseits von Bundesstraße und Bahnstrecke, und das Dorf dazu als verschlafen; auf dem Gelände gibt es einen Biergarten mit Terrasse und hausgemachten Kuchen. Für einen Hund, der am Abend noch einmal raus muss, ist das die angenehmere Lage. Preislich ist es die unkomplizierteste: Pauschale, kein Hundeaufpreis in der Liste, Abreise bis 21 Uhr. Dafür muss der Hund für jedes Geschäft vom Platz, und in die Wasch- und Toilettenräume kommt er nicht mit.
Mosel Islands in Treis-Karden ist mit Hund die teuerste Kombination im Kreis, und zwar aus zwei Gründen gleichzeitig: 4,00 Euro für den Hund und 10,50 Euro je Erwachsener, beides die höchsten Einzelsätze im Kreis. Der Platz lohnt sich trotzdem für Familien, die die Freizeitinsel wollen. Nur eben nicht im Schlaffass.
Alle Preise, Regeln und Platznummern stammen von den Seiten der Betreiber, Stand 30. Juli 2026. Wie sich die sieben Plätze unabhängig vom Hund unterscheiden, steht im Vergleich der Campingplätze im Kreis.
Was kostet ein Hund auf den Campingplätzen an der Mosel im Kreis Cochem-Zell?
Zwischen 2,50 und 4,00 Euro pro Nacht: Holländischer Hof in Senheim 2,50 Euro, Bruttig-Fankel 3,00 Euro, Campingpark Zell 3,40 Euro, Mosel Camping Cochem ab 3,50 Euro für höchstens zwei Hunde, Mosel Islands in Treis-Karden 4,00 Euro. Die Preisliste in Nehren führt keinen Hundeposten, Zum Feuerberg in Ediger-Eller nennt auf seinen deutschen Seiten keine. Stand 30. Juli 2026.
Gibt es an der Mosel Campingplätze mit hundefreiem Bereich?
Im Kreis Cochem-Zell nur den Holländischen Hof in Senheim. Erlaubt sind Hunde dort auf den Stellplätzen 1 bis 136 außer Platz 80 sowie auf vier Plätzen am Deich zwischen Campingplatz und Hafen, höchstens zwei je Platz. Die hundefreien Bereiche sollen auch beim Spaziergang nicht betreten werden.
Darf der Hund mit in eine Mietunterkunft auf dem Campingplatz?
Nicht selbstverständlich. In den Schlaffässern und Campingpods auf Mosel Islands in Treis-Karden sind Hunde ausdrücklich nicht erlaubt, obwohl der Platz sie auf dem Stellplatz aufnimmt. Beim Holländischen Hof in Senheim gilt die Hunderegel für Stellplätze; zu Mietwohnwagen und Moselhütte steht dort nichts.
Muss der Hund auf dem Campingplatz angeleint sein?
Auf den vier Plätzen, die sich dazu äußern, ja: Bruttig-Fankel, Nehren, Mosel Camping Cochem und der Holländische Hof in Senheim schreiben die Leine vor, Cochem zusätzlich auf den angrenzenden Straßen und Freiflächen. In Nehren darf der Hund nicht in die Wasch- und Toilettenräume, in Senheim ist Freilaufen auf dem gesamten Gelände untersagt.
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