Wertstoffhof Cochem: die Annahmestellen im Kreis Cochem-Zell
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Kurzzusammenfassung
- Die Kreiswerke Cochem-Zell betreiben keine Einrichtung dieses Namens, sondern zwei Abfallannahmestellen, sieben Bauschuttdeponien und eine Elektroschrottsammelstelle.
- Die kürzesten Wege für Stadt und Umland: Cochem-Sehl ist montags bis freitags von 12:00 bis 15:30 Uhr offen, Kaisersesch dienstags, donnerstags und samstags von 9:00 bis 13:00 Uhr.
- Elektrogeräte, Leuchtmittel und Batterien nimmt die Sammelstelle in Cochem-Brauheck kostenfrei an, an sechs Tagen die Woche und mit den längsten Öffnungszeiten im Kreis.
- Die Anlieferung auf einer Annahmestelle ist laut Kreisverwaltung nur für Ausnahmefälle gedacht; unbelasteter Bauschutt kostet auf den Deponien 10 Euro je Kubikmeter, die Mindestgebühr liegt bei 10 Euro.
Die Suche nach einem Wertstoffhof in Cochem führt auf einen Namen, den die Kreiswerke Cochem-Zell für keine ihrer Anlagen verwenden. Sie betreiben zwei Abfallannahmestellen, in Cochem-Sehl und in Kaisersesch, dazu sieben Bauschuttdeponien und eine eigene Sammelstelle für Elektroschrott in Cochem-Brauheck. Die einzige Anlage, die der Kreis selbst so nennt, steht außerhalb seiner Grenzen: der Hof des Abfallzweckverbandes Rhein-Mosel-Eifel an der Zentraldeponie Eiterköpfe in Ochtendung.
Der Unterschied ist kein Wortspiel, sondern entscheidet über die Fahrt. Eine Bauschuttdeponie nimmt Erdaushub und Bauschutt, manche auch Grüngut, Altmetall und Hausmüll in Kleinmengen. Altkleider dagegen nehmen nur Cochem-Sehl und Kaisersesch, Elektrogeräte nimmt keine von beiden.
Die neun Standorte im Kreis und ihre Zeiten
Die Kreisverwaltung führt alle Standorte auf einer Seite, jeweils mit Öffnungszeiten, Telefonnummer und der Liste der angenommenen Abfälle. Stand der Angaben ist der 21. September 2026.
| Standort | Geöffnet | Nimmt an |
|---|---|---|
| Abfallannahmestelle Cochem-Sehl | Mo–Fr 12:00–15:30 | Hausmüll, Papier und Verpackungen in Kleinmengen, Holz, Metallschrott, Altkleider |
| Abfall-Annahmestelle Kaisersesch | Di, Do, Sa 9:00–13:00 | Hausmüll in Kleinmengen, Metallschrott, Papier und Verpackungen, Holz, Weinkorken, Altkleider |
| Bauschuttdeponie Faid | Di, Do, Sa 9:00–13:00 | Erdaushub und Bauschutt, Grüngut, Metallschrott, Hausmüll in Kleinmengen |
| Bauschuttdeponie Klotten | Di, Do, Sa 9:00–13:00 | Erdaushub und Bauschutt, Grüngut, Metallschrott, Papier, Hausmüll, Weinkorken |
| Bauschuttdeponie Zell | Mo, Mi 9:00–12:00, Sa 9:00–13:00 | Erdaushub und Bauschutt, Grüngut, Altglas, Metallschrott, Papier, Weinkorken, Hausmüll, Holz |
| Bauschuttdeponie Urschmitt | Mo, Mi 13:00–16:00, Fr 9:00–13:00, Sa 14:00–16:00 (April–Oktober) | Erdaushub und Bauschutt, Grüngut, Papier und Verpackungen, Hausmüll in Kleinmengen |
| Bauschuttdeponie Lieg | Sa 14:00–17:00 (April–Oktober), Fr 14:00–16:00 (November–März) | Erdaushub und Bauschutt, Grüngut, Metallschrott, Papier, Hausmüll, Weinkorken |
| Bauschuttdeponie Blankenrath | Di 14:00–17:00 | Erdaushub und Bauschutt, Grüngut, Hausmüll in Kleinmengen |
| Bauschuttdeponie Bruttig-Fankel | Fr 14:00–17:00 | Erdaushub und Bauschutt, Grüngut |
Zwei Zeilen dieser Tabelle gelten nur im Sommerhalbjahr. Blankenrath und Bruttig-Fankel schließen vom 1. November bis zum 31. März vollständig; die Kreisverwaltung hat ihre Wiedereröffnung zum 1. April 2026 eigens bekannt gegeben und dabei auch die Zeiten in Lieg und Urschmitt an die Sommersaison angepasst. Im Winterhalbjahr bleiben für Bauschutt damit fünf Standorte: Faid, Klotten und Zell zu ihren übrigen Zeiten, Urschmitt ohne den Samstag und Lieg nur noch freitags von 14:00 bis 16:00 Uhr.
Die Mengengrenzen unterscheiden sich stärker, als die Standortliste vermuten lässt. Sechs der sieben Deponien nehmen bis zu 40 Kubikmeter. Faid nimmt maximal zwei. Das ist der Unterschied zwischen einer Containerladung und einem Anhänger, und er steht auf der Seite der Kreisverwaltung in derselben Zeile wie die Telefonnummer, wo man ihn leicht übersieht.
Jeder Standort hat eine eigene Durchwahl in der 02671/61-Nummer der Kreisverwaltung, Faid etwa die 61-962 und Klotten die 61-965, und eine Anlieferung ist nach Absprache mit dem Deponiewärter auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich. Dafür berechnen die Kreiswerke 14 Euro je angefangener halber Stunde.
Was die Anlieferung kostet
Die Kreisverwaltung stellt ihrer Gebührenübersicht einen Satz voran, der die ganze Logik erklärt: Die Anlieferung auf einer Annahmestelle sei nur in Ausnahmefällen möglich, für die regelmäßige Entsorgung müssten die zugelassenen Gefäße benutzt werden. Die Annahmestellen sind also für das gedacht, was in keine Tonne passt.
Für den häufigsten Fall, den vollen Kofferraum, nennt die Gebührenseite zwei Beträge: 10,00 Euro für den Kofferraum eines Pkw und 15,00 Euro für den eines Kombi. Diese Zeile gilt nach Angabe der Seite für die Abfallannahmestelle Cochem. Wird gewogen, kostet Restmüll 309 Euro je Tonne, ohne Verwiegung 140 Euro je Kubikmeter.
Beim Altholz widersprechen sich zwei Seiten derselben Verwaltung. Die Gebührenseite nennt vier Orte, an denen Holz aus privaten Haushalten abgegeben werden kann: Cochem-Sehl sowie die Deponien Zell, Klotten und Lieg. Die Standortliste führt Holz zusätzlich für Kaisersesch. Vor einer Fahrt nach Kaisersesch mit Altholz lohnt deshalb der Anruf unter 02671/61-963. Preislich macht es keinen Unterschied: Unbehandeltes Holz kostet 185 Euro je Tonne oder 100 Euro je Kubikmeter, belastetes Holz ohne Glasanhaftungen 235 beziehungsweise 120 Euro. Unbelasteter Bauschutt und Erdaushub liegen bei 10 Euro je Kubikmeter. Unter 10 Euro geht bei Selbstanlieferung nichts, das ist die Mindestgebühr.
Vieles kostet allerdings gar nichts extra, weil es schon in der Hausmüllgebühr steckt. Altmetall ist auf den Annahmestellen kostenlos, ebenso die Elektroschrottentsorgung, bis zu vier Kubikmeter Sperrmüll und Altmetall auf Abruf im Jahr, eine Grüngutsammlung jährlich und die Anlieferung von Grünabfällen an den Grüngutsammelplätzen. Die Grundgebühr dafür beträgt 2026 unverändert 213,00 Euro für die 120-Liter-Restmülltonne und 297,00 Euro für die 240-Liter-Tonne, jeweils einschließlich sechs Leerungen; ab der siebten kostet jede weitere 7,00 oder 14,00 Euro.
Hier lohnt ein zweiter Blick auf die Quelle. Die Gebührenseite der Kreisverwaltung führt diese Beträge am 21. September 2026 noch mit der Jahreszahl 2025. Die Mitteilung der Kreiswerke vom 8. April 2026 nennt für 2026 dieselben Zahlen. Die Beträge stimmen also, nur die Jahreszahl auf der Serviceseite hinkt hinterher.
Ein Sonderfall sind Windeln. Der 70-Liter-Windelsack kostet 3,00 Euro, der gewöhnliche Restmüllsack 6,00 Euro. Windelsäcke nimmt die Restmüllabfuhr ausdrücklich nicht mit; sie müssen fest zugebunden und eigenhändig in die Restmüllcontainer auf den Annahmestellen Cochem-Sehl und Kaisersesch oder auf den Deponien Blankenrath, Faid, Klotten, Lieg, Urschmitt und Zell eingeworfen werden.
Elektroschrott, und wo der echte Wertstoffhof steht
Elektrogeräte gehören an keinen der neun Standorte oben, sondern in die Nikolaus-August-Otto-Straße 4 in Cochem-Brauheck. Die zentrale kommunale Elektroschrottsammelstelle ist zum 1. Januar 2026 dorthin umgezogen, in unmittelbare Nähe ihres alten Standorts, und wird von den Caritas Werkstätten betrieben. Elektroaltgeräte, Leuchtmittel und Batterien werden dort kostenfrei angenommen, dazu Leuchtstoffröhren, Weinkorken und Tonerkartuschen.
Die Öffnungszeiten sind die längsten im Kreis: montags bis donnerstags von 8:00 bis 16:00 Uhr, freitags bis 18:00 Uhr, samstags von 8:00 bis 12:00 Uhr. Die Abholung von Elektrogeräten lässt sich stattdessen über das Sperrmüllportal der Kreiswerke oder die Behördennummer 115 anmelden; die Annahmestelle selbst ist unter 02671/91696-55 erreichbar.
Bleibt der Hof, der wirklich so heißt. Die Anlage des Abfallzweckverbandes Rhein-Mosel-Eifel an der Zentraldeponie Eiterköpfe in Ochtendung steht Einwohnern des Kreises seit Oktober 2025 für private Anlieferungen haushaltsüblicher Mengen offen, weil der Landkreis Mitglied im Zweckverband ist. Bezahlt wird nach Art und Menge direkt vor Ort. Geöffnet ist montags bis freitags von 8:00 bis 17:00 Uhr, donnerstags bis 18:00 Uhr und samstags von 8:00 bis 13:00 Uhr, Annahmeschluss jeweils eine Viertelstunde vor Schluss. Fahrzeuge über 3,5 Tonnen brauchen eine Anmeldung und einen Termin.
Für die meisten Haushalte im Kreis lohnt diese Fahrt nicht: Eiterköpfe liegt an der L 117 zwischen Plaidt und Ochtendung, und für Bauschutt, Grüngut und Altmetall tut es jede Deponie vor der Haustür. Interessant wird Ochtendung bei dem, was die Standorte im Kreis nicht annehmen, etwa asbesthaltigen Platten, Baustoffen auf Gipsbasis, Mineralwolle, teerhaltigen Abfällen oder Flachglas. Bei einer Altbausanierung ist das der Unterschied zwischen einer Fahrt und einer Suche.
Für alles andere gilt die kurze Regel: Hausrat und Altkleider nach Cochem-Sehl oder Kaisersesch, Bauschutt und Grüngut auf die nächstgelegene Deponie, Elektrisches nach Brauheck. Fragen zu allem übrigen beantwortet die zentrale Rufnummer der Abfallwirtschaft, 02671/61-666. Die Kreiswerke selbst sitzen in Faid, Vor den Birken 6.
Mehr zu einzelnen Standorten und Abfallarten steht in den Meldungen zur Bauschuttdeponie Klotten, zum gesperrten Grüngutsammelplatz in Cochem-Cond und zu Akkus und Elektroaltgeräten in der Verpackungstonne.
Quellen: Kreisverwaltung Cochem-Zell, Seiten „Abfallannahmestellen“, „Gebühren“ und „Abfallwirtschaft“, sowie die Mitteilungen vom 27. Oktober 2025, 2. Januar 2026, 30. März 2026 und 8. April 2026; abgerufen am 21. September 2026.
Gibt es in Cochem einen Wertstoffhof?
Nicht unter diesem Namen. Die nächstgelegene Stelle ist die Abfallannahmestelle Cochem-Sehl, montags bis freitags von 12:00 bis 15:30 Uhr geöffnet. Sie nimmt Hausmüll, Papier und Verpackungen in Kleinmengen, Holz, Metallschrott sowie Altkleider an.
Wohin mit alten Elektrogeräten im Kreis Cochem-Zell?
In die Elektroschrottsammelstelle in der Nikolaus-August-Otto-Straße 4 in Cochem-Brauheck, seit dem 1. Januar 2026 an dieser Adresse. Elektroaltgeräte, Leuchtmittel und Batterien werden kostenfrei angenommen, montags bis donnerstags von 8:00 bis 16:00 Uhr, freitags bis 18:00 Uhr und samstags bis 12:00 Uhr.
Was kostet die Anlieferung auf einer Annahmestelle?
Für die Abfallannahmestelle Cochem nennt die Kreisverwaltung 10,00 Euro für einen Pkw-Kofferraum und 15,00 Euro für einen Kombi-Kofferraum. Unbelasteter Bauschutt und Erdaushub kosten auf den Bauschuttdeponien 10 Euro je Kubikmeter. Die Mindestgebühr bei Selbstanlieferung beträgt 10 Euro.
Welche Deponien haben im Winter zu?
Blankenrath und Bruttig-Fankel sind vom 1. November bis zum 31. März geschlossen. Lieg wechselt im Winterhalbjahr auf Freitag 14:00 bis 16:00 Uhr, in Urschmitt entfällt der Samstagstermin.
Die Bilder in diesem Beitrag sind KI-generiert.
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