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Zermatt: Wanderungen rund ums Matterhorn

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Ortsbild von Zermatt mit Holzbalkonen und Blumenkästen, dahinter die Pyramide des Matterhorns
© Angelov – stock.adobe.com

Kurzzusammenfassung

  • Zermatt ist autofrei. Die Anreise mit dem Auto endet in Täsch, von dort fährt der Shuttlezug in zwölf Minuten ins Dorf.
  • Das Wegenetz umfasst mehrere hundert Kilometer und lässt sich mit Bergbahnen kombinieren, was auch weniger geübten Wanderern die Höhenwege öffnet.
  • Von Juni bis September sind die meisten Höhenwege schneefrei, Juli und August bringen das stabilste Wetter.

Kaum ein Berg prägt das Bild der Alpen so stark wie das Matterhorn. Seine markante Pyramidenform ist von zahlreichen Punkten rund um Zermatt sichtbar und begleitet Wanderer über weite Strecken der Region. Das autofreie Bergdorf liegt auf rund 1.600 Metern und dient seit Generationen als Ausgangspunkt für Touren unterschiedlichster Schwierigkeitsgrade.

Das Wegenetz rund um Zermatt umfasst mehrere hundert Kilometer, von gemütlichen Höhenwegen mit Panoramablick bis zu anspruchsvollen Bergtouren mit größeren Höhenunterschieden. Viele Routen sind gut beschildert und lassen sich mit Bergbahnen kombinieren, wodurch auch weniger geübte Wanderer beeindruckende Aussichten erreichen können, ohne den ganzen Aufstieg zu Fuß zurücklegen zu müssen.

Welche Wanderrouten prägen die Region?

Der Fünf-Seen-Weg gehört zu den bekanntesten Touren und führt vorbei an Bergseen, in denen sich das Matterhorn bei ruhigem Wetter spiegelt. Auch der Höhenweg von Zermatt nach Gornergrat bietet auf nahezu jedem Abschnitt freie Sicht auf den markanten Gipfel. Für ambitioniertere Wanderer eignet sich die Strecke über die Hörnlihütte, von der aus Alpinisten traditionell zum Gipfel aufbrechen.

Ruhiger wird es im Täschtal und rund um Findeln, wo zahlreiche wenig frequentierte Pfade trotzdem beeindruckende Ausblicke bieten. Viele dieser Wege lassen sich gut mit einer Einkehr in einem der urigen Weiler verbinden, in denen traditionelle Schwarzholzhäuser das Landschaftsbild prägen und einen Eindruck vom ursprünglichen Walliser Bergdorfleben vermitteln.

Wo übernachtet man in Zermatt am besten für Wanderungen rund ums Matterhorn?

Eine passende Adresse dafür ist das La Ginabelle. Das Hotel liegt zentrumsnah und dennoch ruhig, sodass sich frühe Starts zu den Wanderwegen ohne lange Anfahrt organisieren lassen. Nach anstrengenden Tagen sorgt der hoteleigene Wellnessbereich für Erholung, was gerade nach Touren mit größeren Höhenunterschieden geschätzt wird.

Auch die Lage spielt eine Rolle: Von dort aus sind sowohl die Talstation der Gornergratbahn als auch mehrere Wanderwege in kurzer Zeit erreichbar, was Zeit für die eigentliche Tour statt für den Weg dorthin lässt. Für Gäste, die mehrere Tage unterschiedliche Routen kombinieren möchten, ist diese zentrale Lage ein klarer Vorteil.

Beste Reisezeit für Touren rund um das Matterhorn

Von Juni bis September sind die meisten Höhenwege schneefrei und gut begehbar, wobei Juli und August die stabilsten Wetterbedingungen bieten. In den Randzeiten im Juni oder September kann in höheren Lagen noch oder schon wieder Restschnee liegen, dafür sind die Wege deutlich ruhiger.

Auch im Winter bleibt Zermatt für Aktivitäten attraktiv, dann allerdings mit Fokus auf Skitouren und präparierte Winterwanderwege statt klassischer Bergpfade. Für eine Wanderwoche mit vollem Wegenetz gehört der Aufenthalt deshalb gezielt in die schneefreie Hauptsaison.

Ausrüstung und Vorbereitung für die Region

Auch bei einfacheren Routen sollte die Ausrüstung nicht unterschätzt werden. Feste Wanderschuhe, Sonnenschutz und ausreichend Wasser gehören ebenso zur Grundausstattung wie eine warme Zusatzschicht, da sich das Wetter im Hochgebirge rasch ändern kann. Für längere Touren mit größeren Höhenunterschieden empfiehlt sich außerdem eine realistische Zeitplanung, die genügend Puffer für Pausen und Fotostopps am Matterhorn lässt.

Stöcke erleichtern gerade bei steilen Abstiegen die Gelenkbelastung merklich, und ein kleines Erste-Hilfe-Set gehört ebenfalls in jeden Rucksack. Bei mehrtägigen Touren kommt die Frage der Bewirtschaftung dazu: Nicht alle Berggasthäuser haben außerhalb der Hauptsaison durchgehend geöffnet.

Kulinarische Stationen entlang der Wege

Entlang vieler Routen liegen urige Berggasthäuser, die traditionelle Walliser Küche servieren, etwa Raclette oder Trockenfleisch aus eigener Produktion. Diese Stationen eignen sich gut als Etappenziel und bieten gleichzeitig Einblicke in die lokale Alpwirtschaft, die das Tal seit Jahrhunderten prägt und bis heute sichtbar bleibt.

Manche dieser Hütten sind nur zu Fuß erreichbar und werden ausschließlich im Sommer bewirtschaftet, was sie zu einem besonders beliebten Zwischenstopp auf längeren Etappen macht. Die Kombination aus alpiner Landschaft, traditioneller Küche und dem stets präsenten Matterhorn im Blickfeld macht Wanderungen in dieser Region zu einem Erlebnis, das deutlich über reine Streckenkilometer hinausgeht.

Von der Mosel aus gerechnet

Ab Cochem sind es rund 735 Straßenkilometer bis Zermatt, gut acht Stunden reine Fahrzeit über Basel und das Wallis. Entscheidend ist das letzte Stück: Zermatt ist autofrei, die Straße endet in Täsch. Dort steht das Auto im Parkhaus, und der Shuttlezug fährt in etwa zwölf Minuten ins Dorf. Wer das einplant, spart sich die Suche am Ortseingang.

Für alle, die den Aufwand nicht treiben wollen: Höhenwege mit Aussicht auf einen Fluss statt auf einen Viertausender gibt es im Kreis reichlich. Der Moselsteig zwischen Cochem und Zell führt über die Höhen beider Talseiten, der Calmont-Klettersteig ist das steilste Stück davon, und die Geierlay-Hängeseilbrücke liefert den Nervenkitzel ohne Gletscherausrüstung.

Wie kommt man nach Zermatt, wenn der Ort autofrei ist?

Mit dem Auto bis Täsch, dort ins Parkhaus, und weiter mit dem Shuttlezug, der in etwa zwölf Minuten ins Dorf fährt. Wer mit der Bahn anreist, fährt durchgehend bis Zermatt.

Wann sind die Höhenwege rund um Zermatt schneefrei?

In der Regel von Juni bis September, mit dem stabilsten Wetter im Juli und August. Im Juni und September kann in höheren Lagen noch Restschnee liegen, dafür sind die Wege dann deutlich ruhiger.

Welche Tour eignet sich für den ersten Tag?

Der Fünf-Seen-Weg. Er führt an Bergseen vorbei, in denen sich das Matterhorn bei ruhigem Wetter spiegelt, ist gut beschildert und lässt sich über die Bergbahnen abkürzen, wenn die Beine von der Anreise noch schwer sind.

Angaben zu Lage und Ausstattung der Häuser nach deren eigener Darstellung, Stand September 2026. Entfernungen sind gerundete Straßenkilometer ab Cochem, berechnet über das Routing von OpenStreetMap.