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Wein & Genuss

Weinprobe an der Mosel: Termine und Preise in Cochem-Zell

 · 9 Min. Lesezeit

Dicht belaubte Rebzeilen an einem Hang über Cochem, von oben aufgenommen
Foto: Dietmar Rabich, CC BY-SA 4.0 (skaliert), via Wikimedia Commons

Kurzzusammenfassung

  • Zwischen Ernst und Cochem laufen an vier Wochentagen feste Verkostungen ab 13 Euro, die sich einzeln buchen lassen; das Weinhaus Hieronimi in Cochem-Cond schenkt für 20 Euro acht Weine aus.
  • Der Treffpunkt ist häufig nicht das Weingut. Samstags trifft man sich an der Rezeption des Hotels Germania in Cochem, freitags in der Fährstraße in Ernst, bei der Apollo-Wanderung am Endertplatz.
  • Im Zeller Land liegen die Preise höher: 20,50 Euro an der Alten Stadtmauer, 29 Euro für die zweieinhalbstündige Probe mit Kellerrundgang in Zell-Merl.

Eine Weinprobe an der Mosel kostet im Kreis Cochem-Zell zwischen 13 und 38,50 Euro und dauert 75 Minuten bis drei Stunden. Mehrere Betriebe halten dafür Termine mit festem Wochentag bereit, in die auch zwei Personen hineinbuchen können, ohne eine Gruppe zusammenzustellen. Die Übersicht der Weingüter im Kreis nennt die Adressen; hier geht es um die Proben selbst, ihre Uhrzeiten und das, was sie kosten.

Feste Wochentermine zwischen Ernst und Cochem

Vier Verkostungen verteilen sich beim Weingut Göbel-Schleyer-Erben und dem Bio-Weingut Christina Andraé über die Woche; beworben werden sie auch vom Betrieb Beim Weinbauer an der Cochemer Moselpromenade. Alle sind online oder unter 02671 7444 buchbar.

Tag Beginn Was Treffpunkt Preis
Mo, Fr, Sa 17:00 Uhr Geführte Probe mit Betriebsbesichtigung, ca. 75 Min. Weinhotel Sonnenschein, Klosterstraße 12, Ernst 13,00 €
Mi 16:30 Uhr Weinlehrpfad und Probe im Weinberg, ca. 75 Min. Weinhotel Sonnenschein, Klosterstraße 12, Ernst 13,00 €
Fr 15:00 Uhr Naturerlebniswanderung, Biowein, ca. 90 Min. Bio-Weingut Christina Andraé, Fährstraße 9, Ernst 15,00 €
Sa 16:00 Uhr Probe mit Weinen beider Betriebe, ca. 90 Min. Rezeption Hotel Germania, Moselpromenade 1, Cochem 13,00 €

Bei der Freitagswanderung weichen die Angaben voneinander ab: Die beiden Buchungsseiten nennen rund 90 Minuten, das Bio-Weingut selbst spricht auf seiner Terminseite von zwei Stunden. Preis, Uhrzeit und Treffpunkt stimmen überein. Für die Zeitplanung ist die längere Angabe die sichere.

Das Weingut Daniel Bach in Cochem-Sehl hält dagegen den Dienstagabend frei: 19:30 Uhr, sechs Weine, 15 Euro. Samstags startet um 10:30 Uhr die Weinerlebnistour in der Brausestraße 1, rund drei Kilometer durch die Klosteranlage Ebernach und die Lage Cochemer Klostergarten, danach sechs Proben und eine Vesper. Sie kostet 26 Euro, angemeldet wird unter 0175 4193123. Vom 4. April bis 31. Oktober 2026 kommt samstags um 13 Uhr die Apollo-Wanderung dazu: Abholung mit dem Taxibus vor dem Weingut oder zentral am Endertplatz, zwei Stunden über den Apolloweg mit einer Rast, danach ein gedeckter Tisch in der Weinbergsanlage Cochemer Nikolausberg mit Brot, Schmalz, Käse und Schinken, 35 Euro.

Unabhängig von den Wochenterminen lässt sich bei Bach eine Probe im Gewölbeweinkeller buchen: vier Weißweine, ein Rotwein, ein Rotling und frisches Bauernbrot, ebenfalls 15 Euro.

Die Vesper der Weinerlebnistour wird dagegen im Winzerhaus gereicht, das die einzige Straußwirtschaft Cochems beherbergt. Auf Wunsch führt der Betrieb seine Veranstaltungen auf Englisch oder Französisch durch.

Acht Weine im Gewölbekeller von Cochem-Cond

Das Weinhaus Hieronimi nennt seine Probe WeinPur und baut sie vergleichend auf: zwei Runden mit je vier Weinen, dazu Erklärungen zu den Weinen und zum Moselweinbau. Sie kostet 20 Euro, dauert etwa anderthalb Stunden und findet von April bis November bis zu dreimal täglich statt. Reserviert wird über ein Online-Formular, auf Deutsch, Englisch oder Niederländisch; für Spanisch und Tschechisch geht die Anfrage per Mail. Bezahlt wird erst kurz vorher an der Kasse, und nur für die Teilnehmer, die tatsächlich da sind.

Auf die Frage, wie viele Leute mit am Tisch sitzen, antwortet der Betrieb ungewöhnlich offen: irgendwo zwischen dem Gast allein an einem Wochentag der Nebensaison und 25 Personen am Wochenende in der Hauptsaison. Die große kommentierte Probe läuft ausschließlich im historischen Weinkeller, nicht im Weingarten. Im Sommer ist das angenehm kühl, im Winter kann es dort frisch werden. Gereicht werden stilles Wasser und Weißbrot; ein Picknick lässt sich an der Kasse dazubestellen. Eine feste Reihenfolge der Weine gibt es nicht, der Mitarbeiter entscheidet nach Gruppe und Vorlieben, und im Anschluss darf an der Theke kostenfrei weiterprobiert werden. Eine alkoholfreie Probe gibt es auf Ansage, Hunde dürfen mit und bekommen Leitungswasser.

Ein Hinweis des Hauses ist praktischer als er klingt: Das Weinhaus steht in Cochem-Cond direkt an der alten Moselbrücke und ist nicht die Weinstube Hieronimi, mit der es regelmäßig verwechselt wird. Im Navigationsgerät sollte man nach dem Namen suchen, nicht nach der Straßenadresse, sonst landet man nach Auskunft des Betriebs womöglich in der Nähe des Campingplatzes.

Drei Stunden in die Steillage

Beim Weingut Kloster Ebernach führt die Probe nicht an einen Tisch, sondern in den Weinberg: als geführte Weinwanderung mit Verkostung, freitags und samstags von April bis Ende Oktober. Von November bis Ende März geht das nur für Gruppen auf Anfrage. Drei Stunden sollte man einplanen, Treffpunkt ist im Innenraum des Weinguts, die Teilnehmerzahl ist begrenzt und Voranmeldung unter 02671 2324255 nötig.

Der Weg führt über das Klostergelände am Streichelzoo und der Gärtnerei vorbei in die Lage Cochemer Klostergarten, wo neben Riesling auch Weißburgunder steht, und von dort in die Steillagen am Cochemer Sonnenberg. An drei Streckenhäuschen wird gerastet und probiert, Ziel ist die Monopol-Lage Cochemer Bischofsstuhl mit Blick über die Mosel. Zurück im Weingut kommen zwei weitere Weine ins Glas.

Der Betrieb ist dabei unmissverständlich: Die Wege in den Steilhang sind steinig, festes Schuhwerk ist Pflicht, um Regenjacke und Sonnenschutz kümmert sich jeder selbst. Speisen gibt es unterwegs keine, weil der Wein im Vordergrund stehen soll. Bei angesagtem Dauerregen bucht man besser eine der Kellerproben.

Zeller Land: an der Stadtmauer und in Merl

In Zell läuft vom 30. Juli bis 31. Oktober 2026 in der Weinbar „Alte Stadtmauer“ in der Oberstraße 44 eine Weinprobe beim Winzer, meist um 17 Uhr, am 1. August um 16 Uhr. Die reine Verkostung kostet 20,50 Euro. Mit Essen sind es 38,50 Euro, wahlweise Winzersteak vom Grill mit hausgemachtem Krautsalat und Baguette oder gegrillter Hirtenkäse mit Gemüse und Baguette.

In Zell-Merl setzt das Weingut Ernst Steffens in der Hauptstraße 47 auf das lange Format: 16 bis 18:30 Uhr, 29 Euro, dazu ein Film über das Winzerjahr und ein Rundgang durch den 260 Jahre alten Gewölbekeller. Ins Glas kommen Riesling, Müller-Thurgau, Kerner, Bacchus, Grauburgunder und Dornfelder. Nach dem 31. Juli liegen die Termine dienstags im Zwei-Wochen-Takt: 11. und 25. August, 8. und 22. September, 6. und 20. Oktober, 3. und 17. November sowie 1., 15. und 29. Dezember. Auf Anfrage läuft die Probe auf Englisch, angemeldet wird unter 06542 2402.

Beide Angebote heißen Weinprobe beim Winzer, meinen aber Verschiedenes: An der Alten Stadtmauer sitzt man in einer Weinbar mitten im Ort und bekommt prämierte Weine aus dynamischem Anbau ins Glas, in Merl führt der Weg durch den Betrieb und in den Keller hinab. Was es mit dem Namen auf sich hat, der über beiden Zeller Adressen steht, klärt der Beitrag zur Zeller Schwarze Katz.

Was vor der Buchung wirklich zählt

Der häufigste Irrtum betrifft den Treffpunkt. Bei zwei der vier Termine steht man an der Terrasse des Weinhotels Sonnenschein in Ernst, freitags um 15 Uhr dagegen in der Fährstraße, samstags gar nicht in Ernst, sondern an einer Hotelrezeption in Cochem. Bei Bach fährt der Taxibus vor dem Weingut oder am Endertplatz ab. Ein Blick auf die Adresse in der Bestätigung spart die Suche.

Der zweite Punkt ist die Anmeldung. Die vier Termine der Ernster Betriebe laufen über eine Online-Buchung, die Weinerlebnistour von Bach über eine Handynummer, die Weinwanderung von Kloster Ebernach über eine Voranmeldung wegen der begrenzten Teilnehmerzahl. Gruppenproben im Weinhaus Hieronimi brauchen eine Woche Vorlauf; einzelne Plätze dagegen nur ein ausgefülltes Formular. Und in Zell entscheidet nicht die Uhrzeit über den Preis, sondern das Essen: Der Grillteller hebt die Probe von 20,50 auf 38,50 Euro.

Welche Probe für wen

Für einen Nachmittag in Cochem ohne Auto ist die Samstagsprobe um 16 Uhr an der Rezeption des Hotels Germania die naheliegende Wahl: 90 Minuten, 13 Euro, mitten in der Stadt. Für einen ruhigen Abend zu zweit passt der Dienstag bei Daniel Bach besser, 19:30 Uhr und sechs Weine für 15 Euro. Kondition und drei freie Stunden gehören zur Weinwanderung von Kloster Ebernach, die von allen genannten Angeboten am weitesten in die Steillage hinaufführt. Und für Gäste, die den Betrieb sehen wollen und nicht nur das Glas, lohnen die 29 Euro in Zell-Merl mit Kellerrundgang und Film, sofern der Dienstag im Zwei-Wochen-Raster passt.

Wanderrouten rund um die Verkostungsorte stehen unter Wandern in Cochem.

Preise, Uhrzeiten und Termine stammen von den Seiten der Betriebe und der Mosellandtouristik, Stand Juli 2026.

Was kostet eine Weinprobe im Kreis Cochem-Zell?

Die festen Wochentermine in Ernst und Cochem kosten 13 bis 15 Euro pro Person bei 75 bis 90 Minuten Dauer. Das Weinhaus Hieronimi in Cochem-Cond verlangt 20 Euro für acht Weine, das Weingut Daniel Bach 15 Euro für sechs. In Zell kostet die Probe an der Alten Stadtmauer 20,50 Euro und mit Essen 38,50 Euro, in Zell-Merl 29 Euro inklusive Kellerrundgang.

Kann man eine Weinprobe auch zu zweit buchen?

Ja. Die Wochentermine in Ernst, Cochem, Zell und Zell-Merl sind offene Veranstaltungen und lassen sich für einzelne Personen buchen. Das Weinhaus Hieronimi nennt als Teilnehmerzahl alles zwischen einem einzelnen Gast an einem Wochentag der Nebensaison und 25 Personen am Wochenende in der Hauptsaison. Nur Gruppenproben brauchen eine gesonderte Absprache, dort ist eine Woche Vorlauf üblich.

Gibt es eine Weinprobe ohne Alkohol oder mit Hund?

Im Weinhaus Hieronimi in Cochem-Cond genügt eine Ansage an der Kasse, dann wird eine alkoholfreie Probe gereicht. Hunde dürfen mit in den Weinkeller und bekommen Leitungswasser.