Kloster Stuben: Veranstaltungen 2026 und was die Miete kostet
· 7 Min. Lesezeit

Kurzzusammenfassung
- Das Veranstaltungsjahr 2026 in der Klosterruine Stuben bestand aus zwei Abenden im August, dem Konzert des Mosel Musikfestivals am 21. und „Rock, Blues & Wine” am 22. August. Ein Programm für 2027 steht noch nicht.
- Die Ruine ist mietbar. Ein Tag mit höchstens 30 Gästen kostet 100 Euro, mit mehr als 30 Gästen oder über mehrere Tage 250 Euro je Tag. Bei Eintritt verdoppelt sich der Satz.
- Besucher dürfen nicht zur Ruine fahren. Stellplätze gibt es dort keine, und die Wirtschaftswege sind für den Besucherverkehr gesperrt. Beim Konzert im August lief ein Zubringerdienst ab dem Parkplatz in Neef.
- Toiletten gehören nicht zur Anlage. Der Mieter stellt Toilettenwagen oder -häuschen selbst auf und entsorgt sie hinterher.
Wer im Herbst nach Veranstaltungen in der Klosterruine Stuben sucht, findet keinen Spielplan, und das liegt nicht an der Suchmaschine. Die Ruine gegenüber von Bremm ist kein Haus mit Saison und Abonnement, sondern ein Mauergeviert ohne Dach, das die drei Ortsgemeinden Bremm, Neef und Ediger-Eller vermieten lassen. Was dort stattfindet, bringt jedes Jahr jemand anders mit. 2026 waren das zwei Abende, beide im August, beide vorbei.
Zwei Abende im August, und das war das Jahr
Der 21. August gehörte dem Mosel Musikfestival, das hier jeden Sommer ein Open-Air-Konzert gibt und die Ruine auf seiner Startseite als Spielort zeigt, neben der Konstantin-Basilika und der Pauluskirche in Trier. Karten gab es online, an den Vorverkaufsstellen von Ticket-Regional und telefonisch unter 06531 500095. Das Programm für 2027 stand Mitte Oktober noch nicht auf der Festivalseite.
Einen Tag später, am Samstag, dem 22. August, um 19.30 Uhr, folgte „Rock, Blues & Wine” des Fördervereins Calmont-Region. Gespielt hat Gravedigger Jones, eine Bluesrock-Band, die seit 2012 unterwegs ist. Für diesen Abend richtete der Förderverein einen Zubringerservice ab dem Parkplatz in Neef ein, und dieser Satz ist wichtiger, als er aussieht: Ohne den Zubringer hätte das Publikum den Weg zur Ruine zu Fuß zurücklegen müssen.
Dass es bei zwei Terminen bleibt, hat mit dem Ort zu tun. Ein offenes Kirchenschiff im Weinberg trägt ein Open-Air-Konzert im Hochsommer; eine Veranstaltungsreihe von März bis November trägt es nicht. Die übrigen Termine des Weinorts, vom Crosslauf bis zum Schockturnier zwischen den Jahren, stehen im Veranstaltungskalender für Bremm.
Was die Ruine kann, und was sie nicht hat
Erhalten ist das Schiff der Klosterkirche, die 1685 anstelle eines baufälligen Vorgängerbaus entstand. Der Förderverein Calmont-Region hat sich ab 2002 vorgenommen, die Ruine zu sanieren und zu einem Veranstaltungsort umzubauen. Dazu gehörten die Sanierung des Mauerwerks, eine statische Stabilisierung und Renovierungen im Hinblick auf die spätere öffentliche Nutzung. Parallel grub das Landesamt für Denkmalpflege in und um die Ruine und fand römische Bauteile und frühmittelalterliche Funde; der Platz war offenbar von der Römerzeit bis zur Auflassung des Klosters durchgehend besiedelt.
Technisch bietet das Schiff zwei Dinge, die ein Mauerrest normalerweise nicht hat: Es lässt sich beleuchten, und es lässt sich bei Regen überdachen. Genutzt wird es für kulturelle, gastronomische und gesellige Veranstaltungen, in der Praxis für Jazzkonzerte, Chorauftritte und Führungen. Als Regen- und Sonnenschutz verleiht der Förderverein außerdem Schirme, höchstens vier Stück, zu 50 Euro je Schirm und Tag. Ein Stromaggregat kostet 20 Euro je angefangene Betriebsstunde, Betriebsstoffe eingeschlossen.
Was fehlt, steht ebenso deutlich in der Benutzungsordnung: Sanitäranlagen gibt es nicht. Der Mieter muss eine ausreichende Zahl an Toilettenhäuschen oder einen Toilettenwagen aufstellen und sie hinterher ordnungsgemäß entsorgen. Das ist für eine Familienfeier mit zwanzig Gästen eine andere Rechnung als die Miete selbst.
Neben dem Kirchenschiff steht ein zweiter Rest des Klosters, der leicht übersehen wird: Südlich der Kirchenruine sind die Mauern der romanischen Kapelle etwa bis zur halben Höhe erhalten. In ihr war die Staurothek ausgestellt, das byzantinische Kreuzreliquiar, das Heinrich von Ulmen den Nonnen 1208 überließ und das heute im Limburger Domschatz liegt.
Was eine Miete kostet
Zuständig für die Vergabe ist der Förderverein Calmont-Region e. V. als Beauftragter der drei Ortsgemeinden. Jede Nutzung braucht eine Genehmigung, und der Antrag muss mindestens zwei Wochen vor dem Wunschtermin schriftlich vorliegen; Formular und Ordnung stehen als PDF auf der Seite des Fördervereins, dort auch der Name der Ansprechpartnerin in Bremm. Nutzungsentgelt und Kaution sind vor der Veranstaltung in bar zu zahlen; die Kaution entspricht der Höhe der Nutzungsgebühr.
| Nutzung | Gebühr | Mitglieder des Fördervereins |
|---|---|---|
| Tagesveranstaltung bis 30 Personen | 100 Euro | 75 Euro |
| Über 30 Personen oder mehrtägig | 250 Euro je Tag | 150 Euro je Tag |
| Mit Eintritt oder Gewinnerzielungsabsicht | doppelter Satz | doppelter Satz |
Diese Sätze gelten seit dem 1. Oktober 2021, die zugehörige Benutzungsordnung bereits seit dem 1. Januar 2005. Die Einnahmen bleiben am Ort: Sie gehen an den Förderverein und sind für die laufende Unterhaltung der Klosterruine zweckgebunden. Bei öffentlichen oder gemeinnützigen Veranstaltungen können die drei Ortsbürgermeister einvernehmlich auf die Gebühr verzichten oder einen anderen Satz festlegen.
Zwei Dinge kommen für kommerzielle Veranstaltungen dazu. Für die Ausgabe von Speisen und Getränken mit Gewinnerzielungsabsicht ist eine gaststättenrechtliche Gestattung der zuständigen Ordnungsbehörde nötig, und sie muss rechtzeitig vorher beantragt werden. Steuern und Gebühren, die im Zusammenhang mit der Veranstaltung an Dritte fällig werden, von der GEMA bis zur Vergnügungssteuer, zahlt der Mieter unmittelbar selbst.
Hinfahren geht nicht
Die Klosterruine liegt auf der Landzunge in der Moselschleife, gegenüber dem Calmont und ohne öffentliche Straße. Zu ihr führen ausschließlich Wirtschaftswege der Ortsgemeinden Bremm, Neef und Ediger-Eller sowie der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung, ausgebaut für landwirtschaftliche Fahrzeuge bis fünf Tonnen Gesamtgewicht. Für die Benutzung dieser Wege braucht der Veranstalter eine Erlaubnis des Eigentümers.
Für Besucher gilt eine klare Regel: Das Befahren der Wege ist ihnen nicht gestattet, weil im Bereich der Anlage keine Stellplätze zur Verfügung stehen. Erlaubt sind nur Warenlieferungen, der Transport von Einrichtungsgegenständen und ein Besucher-Shuttle-Dienst. Genau so war der 22. August organisiert, mit dem Zubringer ab Neef. Einen Winterdienst gibt es auf den Wegen nicht.
Für einen Besuch ohne Veranstaltung heißt das: zu Fuß. Die markierten Rundwege rund um die Moselschleife nehmen die Ruine mit, und der Blick auf die Landzunge von oben ist ohnehin der bessere; wie die Wege zueinander liegen, steht im Beitrag zur Moselschleife bei Bremm. Zur Geschichte des Konvents, der hier von 1137 bis zur Säkularisation von 1802 bestand, und zu seiner berühmten Kreuzreliquie steht mehr im Ortsporträt zu Bremm an der Mosel.
Für eine eigene Veranstaltung lohnt sich die Rechnung in dieser Reihenfolge: erst die Toiletten, dann der Zubringer, dann die Miete. Die 100 Euro für den Tag sind der kleinste Posten der drei.
Gebühren, Fristen und Zufahrtsregeln nach der Gebühren- und Benutzungsordnung für die Klosterruine Stuben, abgerufen am 17. Oktober 2026.
Gibt es 2026 noch Veranstaltungen in der Klosterruine Stuben?
Nein. Die beiden Termine des Jahres lagen im August: am 21. August das Konzert des Mosel Musikfestivals, am 22. August „Rock, Blues & Wine“ des Fördervereins Calmont-Region. Ein Programm für 2027 ist bisher nicht veröffentlicht.
Kann man die Klosterruine Stuben für eine Familienfeier mieten?
Ja. Eine Tagesveranstaltung mit höchstens 30 Personen kostet 100 Euro, für Mitglieder des Fördervereins Calmont-Region 75 Euro. Dazu kommt eine Kaution in Höhe der Gebühr, und der Antrag muss mindestens zwei Wochen vorher schriftlich beim Förderverein vorliegen. Toiletten muss der Mieter selbst stellen.
Wo parkt man für die Klosterruine Stuben?
An der Ruine selbst gar nicht, dort gibt es keine Stellplätze, und die Wirtschaftswege sind für Besucherfahrzeuge gesperrt. Beim Konzert im August 2026 fuhr ein Zubringerdienst ab dem Parkplatz in Neef. Ohne Veranstaltung führt nur der Fußweg hin.
- #Veranstaltungen
- #Kloster Stuben
- #Bremm