COC·presse
News

Jugend-Engagement-Wettbewerb: 500 Euro für junge Projekte

 · 4 Min. Lesezeit

Heller Holztisch mit leeren Papierbogen, bunten Filzstiften, Haftnotizen, einer Schere und einer Tasse Kaffee
Beitragsbild: KI-generiert

Kurzzusammenfassung

  • Der Jugend-Engagement-Wettbewerb des Landes fördert Projekte junger Menschen mit je 500 Euro; Bewerbungsschluss ist der 23. Oktober 2026.
  • Bewerben können sich ausschließlich Teams bis einschließlich 27 Jahre, die ihr Projekt selbst leiten und binnen eines Jahres umsetzen.
  • Unter den 28 namentlich gelisteten Preisträgern der Vorjahresrunde steht keine Gruppe aus dem Kreis Cochem-Zell.

Die Verbandsgemeinde Kaisersesch weist auf einen Landeswettbewerb hin, dessen Frist am 23. Oktober 2026 abläuft. Er heißt „Sich einmischen – was bewegen“, wird von der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz ausgeschrieben und fördert Projekte junger Menschen mit jeweils 500 Euro. Die Preisverleihung ist für Januar 2027 in der Staatskanzlei vorgesehen.

500 Euro klingen nach wenig. Für die Sorte Vorhaben, um die es geht, sind sie oft genau der fehlende Betrag: Bastelmaterial für ein wöchentliches Kindertreffen oder das Holz für ein Hochbeet.

Fünf Bedingungen, und eine davon schließt Einzelkämpfer aus

Die Verbandsgemeinde stellt die Prüfung als Checkliste dar. Alle fünf Antworten müssen ja lauten: Das Projekt wird von den Jugendlichen selbst geleitet und durchgeführt. Es beschäftigt sich mit einem gesellschaftlichen Thema. Es findet in Rheinland-Pfalz statt. Es lässt sich innerhalb eines Jahres umsetzen. Und es wird gemeinsam mit anderen durchgeführt.

Der letzte Punkt ist die eigentliche Hürde. Eine einzelne Person mit einer guten Idee fällt durch das Raster; gefragt sind Teams. Das Land nennt als Beispiele Schulklassen, Schülervertretungen und Schüler-AGs, Jugendgruppen, Jugendinitiativen, Jugendvereine und Jugendverbände, Gewerkschaften und Kirchengemeinden. Die Altersgrenze liegt bei einschließlich 27 Jahren. Alternativ zur Umsetzung binnen eines Jahres genügt es nach Darstellung des Landes, wenn das Projekt eine nachhaltige Wirkung entfaltet.

Über die Auszeichnungen entscheidet eine vom Ministerpräsidenten berufene Jury, die zur Hälfte mit jungen Menschen besetzt ist. Bewerbungen laufen über das Onlineformular auf wir-tun-was.rlp.de.

Die Landkarte der Vorjahressieger hat ein Loch

In der Runde 2025/2026, der zwölften des Wettbewerbs, wurden 30 Projekte aus ganz Rheinland-Pfalz mit je 500 Euro gefördert. Die Landesseite listet 28 davon namentlich mit Ort. Fünf gingen nach Mainz, drei nach Landau, je zwei nach Neustadt (Wied), Linz am Rhein und Alzey; dazu Bad Ems, Bad Kreuznach, Worms, Ludwigshafen, Kaiserslautern, Idar-Oberstein, Kirchheimbolanden, Ramsen, Harxheim, Klein-Winternheim, Asbach, Krähenberg, Neuerburg und Karlshausen.

Kein einziger Ort aus dem Kreis Cochem-Zell steht auf dieser Liste. Die beiden nächstgelegenen Preise gingen in den Eifelkreis Bitburg-Prüm, nach Neuerburg und nach Karlshausen. Das Feld ist also erkennbar dünn besetzt, sobald man von den Städten weg auf das Land schaut, und ein Dorfprojekt aus der Eifel hat dort eine Chance. Die ausgezeichnete Gruppe aus Karlshausen besteht aus Zehn- bis Fünfzehnjährigen; sie will mit dem Geld einen Bücherschrank einrichten oder ein Hochbeet anlegen und pflegen, das allen im Dorf zugutekommt.

Ein Detail, das die Bewerbung zusätzlich lohnend macht: Die Gewinnerprojekte sind nach Angaben des Landes automatisch für den Deutschen Engagementpreis nominiert, und sämtliche Bewerbungen werden an den Bundeswettbewerb „Demokratisch Handeln“ weitergeleitet. Eine erfolglose Bewerbung landet damit trotzdem noch auf einem zweiten Tisch.

Der Wettbewerb ist aus dem Beteiligungsprojekt „jugendforum rlp“ hervorgegangen, einer gemeinsamen Sache von Staatskanzlei und Bertelsmann Stiftung. Wer im Kreis nach Anlaufstellen für die Vorbereitung sucht, findet sie bei der Jugendsozialarbeit der Verbandsgemeinde Kaisersesch und bei den Beteiligungsformaten JES und PEP des Landkreises.

Quellen: Verbandsgemeinde Kaisersesch, Pressemitteilung „Jetzt mitmachen! | Jugend-Engagement-Wettbewerb RLP“; Land Rheinland-Pfalz, Seiten „Jugend-Engagement-Wettbewerb“ und „Jugend-Engagement-Wettbewerb 2025/2026“ auf wir-tun-was.rlp.de. Alle abgerufen am 2. September 2026.

Bis wann läuft die Bewerbungsfrist?

Bewerbungen für den Jugend-Engagement-Wettbewerb 2026/2027 sind bis zum 23. Oktober 2026 möglich, über das Onlineformular auf wir-tun-was.rlp.de. Die Preisverleihung ist für Januar 2027 in der Staatskanzlei vorgesehen.

Wie viel Geld gibt es, und wie viele Projekte werden gefördert?

Jedes ausgezeichnete Projekt erhält 500 Euro. In der Runde 2025/2026 waren es 30 Projekte aus ganz Rheinland-Pfalz.

Kann man sich allein bewerben?

Nein. Der Wettbewerb richtet sich an Teams bis einschließlich 27 Jahre, etwa Schulklassen, Schüler-AGs, Jugendgruppen, Vereine oder Kirchengemeinden. Eine der fünf Bedingungen lautet ausdrücklich, dass das Projekt gemeinsam mit anderen durchgeführt wird.

Was passiert mit einer Bewerbung, die nicht gewinnt?

Nach Angaben des Landes werden alle Bewerbungen an den Bundeswettbewerb „Demokratisch Handeln“ weitergeleitet. Die Gewinnerprojekte sind zusätzlich automatisch für den Deutschen Engagementpreis nominiert.

Die Bilder in diesem Beitrag sind KI-generiert.