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Migrationsbeirat Cochem-Zell: 13 Mitglieder, aber keine Wahl

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Leerer Besprechungsraum mit hellem Holztisch, schwarz gepolsterten Stühlen, Wasserkaraffe und Gläsern, daneben ein Fenster
Beitragsbild: KI-generiert

Kurzzusammenfassung

  • Der Landkreis Cochem-Zell ist seit 2024 verpflichtet, einen Beirat für die Belange von Menschen mit Migrationshintergrund einzurichten. Auslöser ist eine Schwelle: Mehr als 5.000 ausländische Bürgerinnen und Bürger haben hier ihren Hauptwohnsitz.
  • Eine Wahl des Gremiums kam nicht zustande, weil zu wenige Personalvorschläge eingingen. Vorgeschlagen und beschlossen wurden die 13 Mitglieder stattdessen von den Parteien des Kreistages.
  • In der Interkulturellen Woche Ende September richten Beiratsmitglieder eigene Veranstaltungen aus, darunter ein Kochabend am 28. September in Ulmen.

Der Landkreis Cochem-Zell hat ein Gremium, das er sich nicht ausgesucht hat: den Beirat für die Belange von Menschen mit Migrationshintergrund. Seit 2024 ist der Kreis zu seiner Einrichtung verpflichtet, weil mehr als 5.000 ausländische Bürgerinnen und Bürger mit Hauptwohnsitz im Landkreis wohnen. Das teilte die Kreisverwaltung am 8. September 2026 mit.

Ein Beirat, den niemand wählen konnte

Vorgesehen ist für ein solches Gremium eine Wahl. Sie hat in Cochem-Zell nicht stattgefunden, und der Grund steht in der Mitteilung der Kreisverwaltung offen: Es kamen zu wenige Personalvorschläge zusammen. Besetzt wurde der Beirat deshalb auf dem Ersatzweg: Vorgeschlagen und beschlossen wurden die 13 Mitglieder von den Parteien des Kreistages.

Das ist der wunde Punkt einer Interessenvertretung, die von ihrer Legitimation lebt. Nach Angaben der Verwaltung sind viele der Engagierten seit Jahrzehnten ehrenamtlich in der Integrationsarbeit aktiv, es fehlt also nicht an Erfahrung. Es fehlte an Kandidaturen.

Der Beirat versteht sich als Interessenvertretung der Menschen mit Migrationsgeschichte im Kreis und will deren Anliegen, Erfahrungen und Anregungen in die kommunale Politik und Verwaltung einbringen. Auf der Tagesordnung der jüngsten Sitzung standen nach Angaben der Verwaltung das Ankommen im Landkreis, Bildungsmaterialien zu Diskriminierung an Schulen, Integrationskurse, interkulturelle Veranstaltungen und die Partnerschaft zur Ukraine.

Wo der Beirat im September sichtbar wird

Am ehesten trifft man auf seine Arbeit in der Interkulturellen Woche, die im Kreis vom 27. September bis 4. Oktober läuft. Drei der dortigen Angebote gehen nach Angaben der Kreisverwaltung auf einzelne Beiratsmitglieder zurück, und zwei davon sind seit dem 8. September genauer beschrieben als im Programm vom 7. September.

Für das gemeinsame Kochen internationaler Gerichte in Ulmen stand vorher kein Termin, jetzt ist es der 28. September. Die Traubenlese am 29. September, zu der ein Beiratsmitglied in den Weinberg einlädt, findet in Pommern statt. Dazu kommt am 25. September die Vorstellung in ukrainischer Sprache im Apollo Kino Cochem, um 17 Uhr, ausgerichtet mit dem Verein Ehrenamt für Ukrainehilfe.

Auskunft zum Beirat gibt die Gleichstellungs- und Integrationsstelle der Kreisverwaltung Cochem-Zell, Fachbereich 4, Referat 40. Wer den Beirat erreichen will, kann Anliegen dorthin richten; das gilt ausdrücklich auch für Vereine, Institutionen und Initiativen.

Angaben nach der Mitteilung der Kreisverwaltung Cochem-Zell vom 8. September 2026. Wie der Kreis ein anderes Beteiligungsgremium aufgebaut hat, steht unter Jugendbeteiligung in Cochem-Zell, die Termine der kommenden Wochen in der Terminübersicht.

Warum hat der Landkreis Cochem-Zell einen Migrationsbeirat?

Weil mehr als 5.000 ausländische Bürgerinnen und Bürger mit Hauptwohnsitz im Landkreis leben. Seit 2024 ist der Kreis deshalb zur Einrichtung eines Beirats für die Belange von Menschen mit Migrationshintergrund verpflichtet.

Wurde der Beirat gewählt?

Nein. Eine Wahl kam nach Angaben der Kreisverwaltung mangels Personalvorschlägen nicht zustande. Vorgeschlagen und beschlossen wurden die 13 Mitglieder von den Parteien des Kreistages.

Wie erreicht man den Beirat?

Über die Gleichstellungs- und Integrationsstelle der Kreisverwaltung Cochem-Zell, Fachbereich 4, Referat 40. Angesprochen sind ausdrücklich auch Vereine, Institutionen und Initiativen.

Die Bilder in diesem Beitrag sind KI-generiert.