Dortebachtal: Wasserfall, Rundweg und Anfahrt bei Klotten
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Kurzzusammenfassung
- Der Rundweg misst fünf Kilometer bei 240 Höhenmetern und ist mit zwei Stunden angesetzt; festes Schuhwerk ist nach Angabe der Ortsgemeinde Klotten erforderlich.
- Der Wasserfall liegt 700 Meter hinter dem Wanderparkplatz an der B 49 und wächst im Winter zu einer Eiswand an.
- Das Schutzgebiet steht seit einer Verordnung vom 20. Mai 1930 unter Schutz; die Ortsgemeinde nennt es das älteste Naturschutzgebiet an der Mosel.
Etwa einen Kilometer moselabwärts von Klotten, in Richtung Pommern, mündet ein Seitental in die Mosel. Der Einstieg liegt hinter der Bahnlinie und ist von der B 49 aus leicht zu übersehen: Ein geschnitztes Hinweisschild zeigt den Weg links unter der Eisenbahn hindurch. Dahinter beginnt das Naturschutzgebiet, das die Ortsgemeinde Klotten als alpin anmutendes Moselseitental beschreibt und dessen Wegweiser das Logo einer Eidechse tragen.
Der Rundweg: fünf Kilometer, 240 Höhenmeter
Der Kulturweg beginnt am Wanderparkplatz an der Mosel und führt zunächst talaufwärts. Nach 700 Metern steht man am Wasserfall. Danach wird es steil: Über Serpentinen geht es hinauf auf das Bergplateau in den Klottener Neuwald und weiter durch die Feldflur zum Annischerhof. Von dort führt der Weg an Streuobstwiesen vorbei zum Aussichtspunkt Kasteschkopp und über weitere Serpentinen zurück in die Talsohle zum Ausgangspunkt.
Die Ortsgemeinde gibt fünf Kilometer, 240 Höhenmeter und zwei Stunden Gehzeit an. Das ist zügig gerechnet für so viel Anstieg auf so kurzer Strecke. Zur Streckenbeschaffenheit steht dort ein einziger Satz: festes Schuhwerk erforderlich. Ein befestigter Rundweg ist das also nicht, und beide Steilstücke bestehen laut Wegbeschreibung aus Serpentinen.
Der Kasteschkopp ist der Grund, warum sich der Anstieg lohnt. Von dort sind nach Darstellung der Ortsgemeinde Pommern gleich vier Moselorte zu sehen: Klotten, Treis-Karden, Pommern und Cochem. Möglich macht das eine Besonderheit des Flusslaufs. Die Mosel fließt zwischen Klotten und Treis-Karden ohne Schleife, und dieses Stück ist nach derselben Quelle das längste gerade Teilstück des gesamten Flusses von den Vogesen bis Koblenz.
Der Wasserfall, und was der Winter mit ihm macht
700 Meter hinter dem Parkplatz steht der Wasserfall. Die Ortsgemeinde Klotten beschreibt ihn im Sommer als willkommene Abkühlung und im Winter als imposante Eiswand, zu der er anwächst.
Das Ziel ist damit auch ohne den Rundweg zu haben. Hin und zurück sind es 1,4 Kilometer, und die Serpentinen beginnen nach der Wegbeschreibung erst hinter dem Fall. Für einen Zwischenstopp auf der Fahrt durchs Moseltal reicht eine gute halbe Stunde.
Warum hier Arten leben, die sonst am Mittelmeer zu Hause sind
Nach der letzten Eiszeit hat sich in dem engen Tal ein eigenes Kleinklima gebildet. Die Ortsgemeinde Pommern führt darauf zurück, dass hier Pflanzen und Tiere aus den Mittelmeerländern, vom Schwarzen Meer, vom Atlantik und aus den Alpen einen Lebensraum finden.
Drei davon nennt sie beim Namen: den weißen Diptam, der sich nach dieser Darstellung bei hohen Temperaturen selbst entzündet; den Apollofalter, der aus den Alpen stammt; und die Smaragdeidechse, die als vom Aussterben bedroht gilt. Eine Eidechse ist es auch, die auf den Wegzeichen steht.
Eine Verordnung von 1930, die noch immer die Grundlage ist
Die Ortsgemeinde Klotten nennt das Tal das älteste Naturschutzgebiet an der Mosel. Ein Datum liefert die Rechtsverordnung, die das Naturschutzportal des Landes Rheinland-Pfalz zu diesem Gebiet führt: Sie ist auf den 20. Mai 1930 datiert und in Koblenz unterzeichnet. Sie stützt sich auf das Feld- und Forstpolizeigesetz in der Fassung der Bekanntmachung vom 21. Januar 1926, und sie liest sich entsprechend: Verboten ist, das Gebiet zu verändern oder zu verunstalten, dort wachsende Pflanzen zu beseitigen oder zu beschädigen und Tieren nachzustellen oder sie zu beunruhigen. Die rechtmäßige Ausübung der Jagd bleibt davon unberührt. Verboten sind außerdem Aufschriften, Bilder und Werbezeichen; ausgenommen sind allein amtliche Bekanntmachungen und die Tafeln, die das Gebiet als Schutzgebiet kennzeichnen.
Zwei Bestimmungen zeigen das Alter des Textes besonders deutlich. Die forstlich bewirtschafteten Teile dürfen nur in der bisherigen Weise im Niederwaldbetrieb genutzt werden. Und wer zuwiderhandelt, den trifft nach dem Wortlaut eine Geldstrafe bis zu 15 Reichsmark oder Haft.
Ein Detail dieser Verordnung fehlt auf beiden Gemeindeseiten: Sie nimmt eine Reihe einzeln mit Nummern aufgeführter Parzellen nördlich des Grenzwegs ausdrücklich aus. Das Schutzgebiet ist also nicht das ganze Tal. Wo die Grenze genau verläuft, steht nur in einer Karte, die nach dem Verordnungstext beim Regierungspräsidenten in Koblenz, beim Landrat in Cochem und beim Bürgermeister in Klotten hinterlegt wurde.
Anfahrt, Parken und die Fähre auf die andere Seite
Ausgangspunkt ist der Wanderparkplatz an der Mosel an der B 49. Von Klotten aus ist es etwa ein Kilometer moselabwärts. Die 19. und längste Etappe des Moselsteigs von Cochem nach Treis-Karden läuft um und durch Klotten und nimmt das Tal als Abstecher mit; die Etappenübersicht ordnet das ein.
Verlängern lässt sich der Tag mit der Fähre. Die Klottener Pont setzt bei Stromkilometer 47,550 über eine hier 135 Meter breite Mosel und bringt Wanderer in das Vogelschutzgebiet Pommerner Held auf dem gegenüberliegenden Ufer, von wo aus man ohne Straßenlärm zurück auf Klotten schaut. Vom 29. Juni bis 30. August 2026 fährt sie täglich außer mittwochs von 10 bis 13 und von 14 bis 18 Uhr, vom 31. August bis 18. Oktober 2026 mit denselben Ruhetagen bis 17 Uhr, danach bis zum 31. Oktober nur noch freitags, samstags, sonntags und an Feiertagen. Wer die Runde mit der Überfahrt verbinden will, meidet also den Mittwoch.
Für einen ganzen Tag reicht die Runde nicht, und Klotten hält zwei weitere Wanderungen bereit, die am Ort selbst beginnen. Der Weg zum Friedenskreuz über die Seitskapelle ist mit zwei Stunden angesetzt und führt durch die Weinberge. Die längere Runde zur Mohrenkaul braucht drei bis vier Stunden und läuft über die Drei Kreuze, von denen zwei aus dem Jahr 1652 stammen und das dritte nach Angabe der Ortsgemeinde vermutlich noch älter ist. Im Ort selbst liegen die spätgotische Pfarrkirche St. Maximinus und ein Kulturpfad unterhalb der Burgruine Coraidelstein; urkundlich erwähnt wird Klotten seit 698.
Moselabwärts liegt Pommern mit dem Martberg, in Klotten selbst der Wild- und Freizeitpark. Angaben nach den Seiten der Ortsgemeinden Klotten und Pommern sowie der Rechtsverordnung NSG-7100-005 des Landes Rheinland-Pfalz, Stand August 2026.
Wie lange dauert die Wanderung durch das Naturschutzgebiet bei Klotten?
Die Ortsgemeinde Klotten gibt für den Rundweg fünf Kilometer, 240 Höhenmeter und zwei Stunden Gehzeit an. Festes Schuhwerk ist erforderlich. Nur bis zum Wasserfall und zurück sind es 1,4 Kilometer; die Serpentinen beginnen erst dahinter.
Wo parkt man für den Wasserfall?
Am Wanderparkplatz an der Mosel an der B 49, rund einen Kilometer moselabwärts von Klotten in Richtung Pommern. Der Einstieg führt links unter der Eisenbahn hindurch, ein geschnitztes Hinweisschild zeigt ihn an. Der Wasserfall liegt 700 Meter dahinter.
Wann fährt die Fähre in Klotten?
Vom 29. Juni bis 30. August 2026 täglich außer mittwochs von 10 bis 13 und von 14 bis 18 Uhr, vom 31. August bis 18. Oktober 2026 zu denselben Tagen bis 17 Uhr, vom 19. bis 31. Oktober nur freitags, samstags, sonntags und feiertags. Mittwoch ist Ruhetag. Stand August 2026.
Darf man im Schutzgebiet Pflanzen mitnehmen?
Nein. Die Verordnung vom 20. Mai 1930 verbietet, dort wachsende Pflanzen zu beseitigen oder zu beschädigen und Tieren nachzustellen oder sie zu beunruhigen. Sie untersagt außerdem, Aufschriften, Bilder oder Werbezeichen im Gebiet anzubringen.
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