Faid bei Cochem: Eifeldorf auf 413 Metern Höhe
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Kurzzusammenfassung
- Faid liegt westlich von Cochem am Rand der Eifel auf 413 Metern Höhe und zählt 1.031 Einwohner auf 8,21 Quadratkilometern (Stand 31. Dezember 2025).
- Die Denkmalliste des Landes Rheinland-Pfalz führt fünf Einzeldenkmäler, darunter die Pfarrkirche St. Stephan mit einem Saalbau von 1750 und acht Grabkreuzen aus dem 17. und 18. Jahrhundert.
- Die Ortsgemeinde hat im August 2026 keine eigene Website in Betrieb; unter ihrer Adresse steht eine Platzhalterseite. Anschrift und Ortsrecht liegen bei der Verbandsgemeinde Cochem.
- Der Ort liegt an der B 259 und hat Busverbindungen nach Cochem, Lutzerath und Ulmen.
Faid liegt westlich von Cochem am Rand der Eifel, 413 Meter über dem Meeresspiegel. Die Ortsgemeinde gehört zur Verbandsgemeinde Cochem, hat die Postleitzahl 56814, die Vorwahl 02671 und das Kennzeichen COC oder ZEL. Die Verbindung zur Kreisstadt ist alt und war lange konfliktreich: Unter Kurtrier bildeten Cochem und Faid eine einzige Gemeinde mit gemeinsamem Waldbesitz, und um diesen Besitz stritten die beiden Orte noch Jahrhunderte später.
8,21 Quadratkilometer, 1.031 Einwohner
Die Gemarkung umfasst 8,21 Quadratkilometer, auf denen zum 31. Dezember 2025 genau 1.031 Menschen gemeldet waren. Das ergibt 126 Einwohner je Quadratkilometer. Im Vergleich mit dem Nachbarort ist das viel: Gevenich, das im Westen an Faid grenzt und mit 390 Metern fast auf derselben Höhe liegt, kommt auf 658 Einwohner bei 7,12 Quadratkilometern. Ähnliche Fläche, ein Drittel weniger Menschen.
Der Gemeinderat besteht aus 16 Ratsmitgliedern, gewählt am 9. Juni 2024 in personalisierter Verhältniswahl, dazu kommt der ehrenamtliche Ortsbürgermeister als Vorsitzender. Der Gemeindeschlüssel lautet 07 1 35 029.
Erste Erwähnung 943, und Streit mit Cochem bis in die Preußenzeit
Der erste schriftliche Beleg stammt aus dem Jahr 943 und steht in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Stablo. Faid ist damit gut hundert Jahre früher bezeugt als Gevenich nebenan, das erst 1051 in einer Urkunde Kaiser Heinrichs III. auftaucht.
Aufschlussreicher als das Datum ist das Verhältnis zur Nachbarstadt. Unter der Herrschaft von Kurtrier bildete Faid mit Cochem eine Gemeinde, und beide Orte hatten gemeinsamen Waldbesitz. Diese Verbindung überdauerte die Kurfürsten. Die Trierer Herrschaft erlosch 1794 mit der Besetzung durch die französische Revolutionsarmee, 1815 kam der Ort auf dem Wiener Kongress zum Königreich Preußen, und auch in preußischer Zeit gab es noch Auseinandersetzungen zwischen Faid und Cochem um den gemeinsamen Besitz. Seit 1946 gehört das Dorf zum damals neu gebildeten Land Rheinland-Pfalz.
Eine der Faider Straßen heißt Napoleonsstraße. Sie trifft am Entenpfuhl auf die Nachbarstraße, und an dieser Ecke steht eines der fünf Kulturdenkmäler des Ortes.
Fünf Denkmäler auf 350 Metern, ein sechstes abgebrochen
Die Denkmalliste des Landes Rheinland-Pfalz führt mit Stand vom 21. September 2023 fünf Einzeldenkmäler in Faid. Sie stehen alle im alten Ortskern, keine 350 Meter voneinander entfernt.
| Denkmal | Adresse | Datierung |
|---|---|---|
| Katholische Pfarrkirche St. Stephan | Dorfstraße 38 | Westturm romanisch (mit Fragezeichen in der Liste), Saalbau 1750 |
| Quereinhaus | Dorfstraße 21 | bezeichnet 1750 |
| Quereinhaus | Stiergaß 1 | 18. oder 19. Jahrhundert |
| Friedhofskreuz | Am Friedhof | Sandstein, bezeichnet 1847 |
| Ziehbrunnen mit Brunnenhaus | Entenpfuhl, Ecke Napoleonsstraße | keine Angabe |
Die Pfarrkirche trägt in der Liste die längste Beschreibung. Der Westturm gilt als romanisch, die amtliche Fassung setzt allerdings ein Fragezeichen dahinter; der Saalbau daneben stammt von 1750. Dazu kommen acht Grabkreuze aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Am Bau selbst ist von diesem Altersunterschied wenig zu sehen. Turm und Schiff sind einheitlich weiß verputzt, der Turmhelm ist mit Schiefer gedeckt, und das Ganze steht auf einer Bruchsteinmauer über der Straße.
Die beiden Quereinhäuser sagen mehr darüber, wie das Dorf gebaut ist. Ein Quereinhaus bringt Wohnteil und Wirtschaftsteil unter ein Dach und trennt beide Bereiche quer voneinander. Die Faider Beispiele sind Fachwerkbauten, teilweise massiv, das in der Stiergaß zusätzlich verputzt.
Ein sechstes Objekt führt die Liste als ehemaliges Kulturdenkmal: ein Quereinhaus in der Dorfstraße 19, bezeichnet 1839, abgebrochen und aus der Denkmalliste gelöscht. Zwei Häuser derselben Bauform, dieselbe Straße, eines geschützt und eines verschwunden.
Die Ortsgemeinde ist im Netz gerade nicht erreichbar
Unter der Adresse der Ortsgemeinde Faid steht im August 2026 keine Gemeindeseite, sondern eine Platzhalterseite mit einem einzigen Satz: An einem neuen Webauftritt werde gearbeitet, bald gebe es dort aktuelle Informationen und Termine. Kein Veranstaltungskalender, keine Mitteilungen, keine Öffnungszeiten, nur ein Verweis „Kontakt aufnehmen“. Für alles Amtliche führt der Weg deshalb über die Verbandsgemeinde Cochem.
Dort steht die Anschrift der Ortsgemeinde: Beim Weißen Stein 3, 56814 Faid. Und dort liegt das Ortsrecht, vollständig als PDF:
- Hauptsatzung
- Haushaltssatzung mit Haushaltsplan für die Jahre 2025 und 2026
- Benutzungs- und Gebührensatzung für das Bürgerhaus
- Friedhofssatzung und Friedhofsgebührensatzung
- Hundesteuersatzung
- Ausbaubeitragssatzung vom 1. Januar 2026
- Erschließungsbeitragssatzung vom 4. Februar 2022
- Satzung über die Reinigung öffentlicher Straßen vom 24. Juni 2022
- Beitragssatzung für Feld-, Weinbergs- und Waldwege vom 25. Juli 2001
- Satzung über die Benutzung der Feld- und Waldwege vom 27. März 1967
An dieser Aufzählung fallen zwei Daten auf. Die Satzung über die Benutzung der Feld- und Waldwege trägt das Datum 27. März 1967 und ist nach fast sechzig Jahren immer noch geltendes Ortsrecht. Am anderen Ende steht die Ausbaubeitragssatzung mit dem 1. Januar 2026, die jüngste der Faider Satzungen.
Anfahrt: B 259, Busse nach Cochem, Lutzerath und Ulmen
Faid liegt an der B 259. Das ist die Zufahrt aus beiden Richtungen und der Grund, warum der Ort trotz der Höhenlage unkompliziert zu erreichen ist.
Mit dem Bus bestehen Verbindungen nach Cochem, nach Lutzerath und nach Ulmen. Cochem ist zugleich Sitz der Verbandsgemeinde und für die meisten Besucher der Ausgangspunkt; was dort zu sehen ist, steht im Überblick zu den Sehenswürdigkeiten der Kreisstadt.
Für Faid selbst reicht eine halbe Stunde: Kirche über der Bruchsteinmauer, die beiden Fachwerkhäuser in Dorfstraße und Stiergaß, das Brunnenhaus am Entenpfuhl, das Friedhofskreuz am nördlichen Ortsrand. Mehr steht nicht in der Denkmalliste, und mehr verspricht der Ort auch nicht.
Quellen: Wikipedia zu Faid und zu Gevenich, Liste der Kulturdenkmäler in Faid nach der Denkmalliste des Landes Rheinland-Pfalz (Stand 21. September 2023), Verbandsgemeinde Cochem (Stadt und Ortsgemeinden sowie Ortsrecht und Satzungen der Ortsgemeinde Faid) und die Platzhalterseite der Ortsgemeinde Faid. Abgerufen am 21. August 2026.
Wo liegt Faid?
Westlich von Cochem am Rand der Eifel, auf 413 Metern über dem Meeresspiegel und an der B 259. Der Ort gehört zur Verbandsgemeinde Cochem im Landkreis Cochem-Zell und hat die Postleitzahl 56814.
Welche Sehenswürdigkeiten gibt es in Faid?
Die Denkmalliste des Landes Rheinland-Pfalz führt fünf Einzeldenkmäler: die katholische Pfarrkirche St. Stephan in der Dorfstraße 38 mit romanischem Westturm, Saalbau von 1750 und acht Grabkreuzen des 17. und 18. Jahrhunderts, zwei Quereinhäuser in der Dorfstraße 21 und in der Stiergaß 1, das Friedhofskreuz von 1847 und einen Ziehbrunnen mit Brunnenhaus am Entenpfuhl. Sie liegen keine 350 Meter auseinander.
Wo finde ich die Satzungen und den Haushaltsplan der Ortsgemeinde Faid?
Bei der Verbandsgemeinde Cochem unter „Ortsrecht und Satzungen“. Dort liegen unter anderem die Hauptsatzung, die Haushaltssatzung für 2025 und 2026, die Gebührensatzung für das Bürgerhaus, die Friedhofs- und die Hundesteuersatzung. Die eigene Website der Ortsgemeinde zeigt im August 2026 nur eine Platzhalterseite.
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