Kirmes im Kreis Cochem-Zell 2026: die Termine bis November
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Kurzzusammenfassung
- Bis zum 21. November 2026 stehen im Kreis Cochem-Zell noch neun Kirmessen an, die nächsten am ersten Oktoberwochenende in Auderath und Alf.
- Nur drei der neun nennen einen Festplatz, und eine Anfangszeit nennt keine einzige.
- Über das ganze Jahr gerechnet feiern 26 Orte und Ortsteile 28 Kirmessen, die meisten im Mai und im November.
- Von den zwölf Kirmessen mit benanntem Ausrichter richtet keine einzige die Pfarrei aus, obwohl die Kirmes das Fest der Kirchweihe ist.
Ende September ist die Kirmessaison im Kreis Cochem-Zell noch nicht vorbei. Neun Feste liegen vor dem Jahresende, das nächste vom 2. bis 5. Oktober in Auderath, das letzte am 21. November in Senheim. An zwei Wochenenden überschneiden sich Termine, am 7. November sogar drei auf einmal.
Die neun Termine bis zum 21. November
| Datum | Ort | Ausrichter | Festplatz |
|---|---|---|---|
| Fr, 2. bis Mo, 5. Okt. | Auderath | – | – |
| Fr, 2. bis So, 4. Okt. | Alf | Heimat- und Kulturverein | Baachspouzer Platz |
| So, 18. Okt. | Kliding | – | – |
| Sa, 24. bis Di, 27. Okt. | Büchel | – | – |
| Fr, 6. bis Sa, 7. Nov. | Gillenbeuren | Freizeitmannschaft | – |
| Sa, 7. bis So, 8. Nov. | Gevenich | Musikverein | – |
| Sa, 7. bis Mo, 9. Nov. | Briedel | mehrere Vereine | Pfarrheim |
| Fr, 13. bis So, 15. Nov. | Weiler | – | – |
| Sa, 21. Nov. | Senheim | – | Gemeindehaus |
Für Auderath, Kliding, Büchel, Gillenbeuren, Gevenich und Weiler steht bislang nur der Tag, ohne Uhrzeit und ohne Adresse. Für die Nachbarn im Dorf reicht das. Von außen reicht die Angabe bis zum Ortsschild.
Am 2. Oktober liegen zwei Kirmessen parallel, am 7. November gleich drei. Dieser Samstag ist der dichteste Tag des Jahres, und er ist zusätzlich belegt: In Senheim und Greimersburg gehen um 18 Uhr die Martinszüge, im Ulmener Ortsteil Vorpochten ebenfalls an diesem Tag.
Für eine feste Adresse steht Alf. Die Remigius Kirmes vom 2. bis 4. Oktober ist die einzige der neun mit Festplatz und Ausrichter zugleich: „Kirmes für die Ohren“, wie der Heimat- und Kulturverein sie ankündigt, auf dem Baachspouzer Platz. Wenn es im November kalt wird, sind Briedel und Senheim die verlässlicheren Ziele, weil dort drinnen gefeiert wird, im Pfarrheim und im Gemeindehaus. In Senheim läuft am selben Wochenende in der Vinothek des Orts der Kirmeskaffee, samstags ab 14 Uhr und sonntags ab 13 Uhr.
Mai und November, aber kaum Juni
Über das Jahr verteilt sich die Kirmes im Kreis auf 28 Feste in 26 Orten und Ortsteilen. Zwei Gemeinden feiern zweimal: Lutzerath mit der Driescher Sommerkirmes Anfang Juli und der Lutzerather Kirmes im August, Briedel mit der Kehrer Kirmes im September und der St.-Martin-Kirmes im November.
Die Verteilung über die Monate sieht nicht aus wie eine Freiluftsaison. Sechs Kirmessen fallen in den Mai, fünf in den November, aber nur eine einzige in den Juni. Juli und August, die dichtesten Monate der Weinfestsaison an der Mosel, tragen zusammen neun von 28.
Der Grund steht in den Namen. Die Kirmes ist das Fest der Kirchweihe und liegt beim Patrozinium der jeweiligen Kirche, nicht bei gutem Wetter. Briedern feiert seine Servatiuskirmes im Mai, Alf die Remigius Kirmes Anfang Oktober, Briedel die St.-Martin-Kirmes Anfang November, Liesenich die Katharinenkirmes zuletzt Ende November. Vier Orte, vier Heilige, vier Monate.
Das Fest der Kirche, das die Vereine ausrichten
Für zwölf der 28 Kirmessen ist ein Ausrichter benannt. Dreimal ist es die Freiwillige Feuerwehr, in Alflen, in Wollmerath und bei der Driescher Sommerkirmes in Lutzerath. Zweimal ist es ein Sportverein: die SSG Lutzerath und der SV Fortuna Ulmen. Dazu kommen der Musikverein in Gevenich, die Freizeitmannschaft in Gillenbeuren, der Heimat- und Verkehrsverein in Vorpochten, der Heimat- und Kulturverein in Alf, die Vereinigten Ortsvereine in Kennfus, die Rockfreunde bei der Kehrer Kirmes in Briedel und die Zirwes-Jungs in Briedern.
Kein einziges Mal ist es die Pfarrei. Das Fest heißt nach der Kirchweihe, die Kirche kommt am Sonntagmorgen vor, und den Rest tragen Feuerwehr, Fußball und Musikverein. Die St.-Martin-Kirmes in Briedel firmiert im Veranstaltungsplan der Gemeinde unter „Diverse“, was die Sache ehrlich trifft.
Das erklärt nebenbei, warum so viele Ankündigungen nur aus einem Datum bestehen. Ein Verein, der sein Fest seit Jahrzehnten am selben Platz ausrichtet, schreibt keine Adresse dazu.
Servatiusbrunnen und Kirmesbaum
In Briedern beginnt die Kirmes an einem Brunnen. Vor der Servatiuskirmes reinigt die Feuerwehr den Servatiusbrunnen: Der rund zwei Meter tiefe Brunnen wird ausgepumpt, die sieben Quarzsteine vom Grund kommen nach oben. Sie stehen für sieben sakrale Gegenstände, die im Dreißigjährigen Krieg dort vor plündernden Truppen versteckt wurden. Zusammen mit der Servatiusfigur werden die Steine gewaschen und mit Wein gesegnet, dann liegen sie mit sieben Flaschen Wein ein Jahr lang wieder auf dem Grund.
Geweckt wird das Dorf von den Denglern und Böllerschützen. Die Kirchenglocken werden mit Ketten am Gebälk befestigt, damit sie nicht schwenken können; die Dengler schlagen die Klöppel im Takt gegen die Glocke, und gleichzeitig feuern die Schützen eine Salve von drei Böllerschüssen. Die Prozession geht durch die mit Buchenreisern geschmückten Gassen, vom Kriegerdenkmal zum Brunnen. Am Montag wandert das ganze Dorf zur Waldeslust, einer Aussichtshütte hoch über dem Ort, wo die Feuerwehr grillt.
In Liesenich steht dafür der Baum im Mittelpunkt. Dorfjugend und Feuerwehr holen am Kirmessamstag den Kirmesbaum und stellen ihn auf dem Platz vor dem Bürgerhaus auf. Am Sonntag um 9 Uhr beginnt der Gottesdienst in der Filialkirche, mitgestaltet von der Chorgemeinschaft Blankenrath-Liesenich; danach gibt es Frühschoppen mit Glühwein vor dem Bürgerhaus, und erst dann geht es in die Gasthäuser. Ein Datum für 2026 ist noch nicht bekannt, zuletzt lag die Katharinenkirmes auf dem 23. und 24. November 2024.
Eine Kirmes fällt 2026 ganz aus dem Muster. Die Hambucher Fichtelkirmes auf dem Tannenhof läuft am 5., 6., 12., 13. und 19. Dezember, jeweils ab 10 Uhr, und beginnt damit zwei Wochen nach der letzten Kirmes des Kreises. Ein zehnter Kirchweihtermin ist sie deshalb nicht.
Angaben nach den Veranstaltungskalendern der Verbandsgemeinden Ulmen und Kaisersesch sowie den Terminseiten der Ortsgemeinden Alf, Briedel, Briedern, Liesenich und Senheim, Stand 28. September 2026.
Welche Kirmes findet 2026 als nächste im Kreis Cochem-Zell statt?
Zwei zugleich, am ersten Oktoberwochenende: Auderath feiert vom 2. bis 5. Oktober, Alf vom 2. bis 4. Oktober seine Remigius Kirmes auf dem Baachspouzer Platz.
Wann ist die letzte Kirmes des Jahres?
Am Samstag, dem 21. November 2026, in Senheim im Gemeindehaus. Am selben Wochenende lädt die Vinothek im Ort zum Kirmeskaffee, samstags ab 14 Uhr und sonntags ab 13 Uhr.
Warum liegen die Kirmestermine so weit auseinander?
Weil die Kirmes das Fest der Kirchweihe ist und beim Patrozinium der jeweiligen Kirche liegt. Briedern feiert Servatius im Mai, Alf Remigius im Oktober, Briedel St. Martin im November.
Wo im Kreis wird noch ein Kirmesbaum aufgestellt?
In Liesenich. Dorfjugend und Feuerwehr holen ihn am Kirmessamstag und stellen ihn auf dem Platz vor dem Bürgerhaus auf.
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