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Sosberg im Hunsrück: Geierlay-Zugang, Parken, Ortsporträt

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Blick von der Hängeseilbrücke Geierlay in das bewaldete Mörsdorfer Bachtal, auf dem Höhenrücken dahinter Windräder
Foto: -wuppertaler, CC BY 4.0 (skaliert), via Wikimedia Commons

Kurzzusammenfassung

  • Vom Wanderparkplatz an der Hauptstraße 28 sind es rund 1,5 Kilometer bis zur Hängeseilbrücke Geierlay, teils asphaltiert, größtenteils geschottert.
  • Auf der Mörsdorfer Seite kosten die ersten fünf Stunden Parken 15,00 Euro. Für den Parkplatz im Ort nennt die Ortsgemeinde keinen Preis, verweist aber auf Handyparken über eine App.
  • Auf dem Weg zur Brücke steht eine Bank von 5,10 Metern Länge und rund 2.200 Kilogramm Gewicht.

Sosberg ist ein Dorf auf einer Hangkante im nördlichen Hunsrück, zwischen der Mosel und dem Idar- beziehungsweise Soonwald gelegen. Östlich fließt der Mörsdorfer Bach in Richtung Mosel, Nachbargemeinden sind Forst, Reidenhausen und, jenseits des Tals, Mörsdorf. Die meisten, die den Ortsnamen suchen, suchen ihn wegen der Brücke: Die Geierlay überspannt das Tal zwischen Sosberg und Mörsdorf, und von welcher Seite man losläuft, entscheidet über den Zuweg und die Parkgebühr.

Der Zugang beginnt an der Hauptstraße 28

Der Hauptparkplatz liegt am Ortsausgang Richtung Forst. Die Adresse fürs Navigationsgerät ist Hauptstraße 28, ausgeschildert als Wanderer-Parkplatz Sosberg, mit sanitären Anlagen und Elektroladestationen. Bis zur Brücke sind es rund 1,5 Kilometer. Die Strecke ist teilweise asphaltiert und geht dann größtenteils in einen geschotterten Weg über; die Ortsgemeinde schreibt dazu, dass er mit Rollator oder für Gäste, die schlecht zu Fuß sind, beschwerlich werden kann. Bis vor die Brücke fahren geht nicht, die Geierlay ist ausschließlich zu Fuß erreichbar.

Von der A61 aus dem Norden führt der Weg über die Ausfahrt Emmelshausen und die B327 Richtung Hermeskeil, dann auf die L226 Richtung Zell und ab der Abfahrt Gassenhof durch Blankenrath und Reidenhausen. Aus dem Süden geht es ab der Abfahrt Rheinböllen über die B50 Richtung Flughafen Hahn, ab Kirchberg auf die B421 bis Gassenhof und von dort dieselbe Strecke.

Eine Gebühr für den Sosberger Parkplatz nennt die Ortsgemeinde nicht. Sie weist statt dessen darauf hin, dass sich im Ort per Mobilet-App mit dem Handy parken lässt, was auf eine Bewirtschaftung hindeutet. Klarheit schafft die Beschilderung vor Ort, und die App gehört vor der Anreise aufs Telefon.

Auf der Mörsdorfer Seite ist die Lage eindeutig, und sie ist teuer. Die drei Parkplätze P1 an der Kastellauner Straße 23, P2 an der Windorfer Straße 14 und P3 am Sportplatz kosten für Pkw 15,00 Euro für die ersten fünf Stunden, jede weitere angefangene Stunde 1,00 Euro. Wohnmobile zahlen an P2 20,00 Euro für zwölf Stunden, Ver- und Entsorgung, Strom und WLAN eingeschlossen. Motorräder kommen auf 7,50 Euro, wenn sich der Fahrer direkt nach dem Parken in der Tourist-Information am Parkplatz meldet und den Rabattcode bekommt. Barrierefreie Stellplätze sind mit Ausweis kostenfrei, der kostenlose Platz P4 ist wegen Unterspülungen gesperrt. Abgerechnet wird über Kennzeichenerkennung, gezahlt wird binnen 24 Stunden. Stand August 2026.

Die Brücke selbst kostet nichts und ist ganzjährig rund um die Uhr geöffnet. Hunde sind erlaubt, Kinderwagen nicht; für kleine Kinder empfiehlt der Betreiber eine Tragehilfe. Drohnen sind verboten. Der Steg ist 85 Zentimeter breit, was das Überqueren mit Rollstuhl oder Gehhilfe einschränkt.

Eine Bank für Riesen auf dem Zuweg

Am Weg vom Hauptparkplatz zur Brücke steht seit August 2024 eine Bank, die den Maßstab absichtlich verfehlt: 5,10 Meter lang, Sitzfläche in 1,50 Metern Höhe, Rückenlehne 2,95 Meter, rund 2.200 Kilogramm schwer. Verarbeitet wurde Douglasienholz aus den Wäldern der Gegend, zugeschnitten von einem Forstbetrieb aus dem benachbarten Mörsdorf, finanziert mit Unterstützung von Innogy. Bei 1,50 Metern Sitzhöhe kommt kein Erwachsener mit den Füßen auf den Boden, und das ist der Witz an der Sache.

Was die Brücke dem Dorf gebracht hat

Die Geierlay überspannt das Tal zwischen den beiden Orten auf 360 Metern Länge in rund 100 Metern Höhe. Eröffnet wurde sie 2015, ihr zehnjähriges Bestehen fiel auf den 4. Oktober 2025. Der Betreiber führt eine öffentliche Besucherstatistik, und die Zahlen darin sind für ein Dorf dieser Größe beachtlich: 3.172.141 Besucher seit der Eröffnung, 329.758 im Jahr 2025, 50.886 im Juli 2026. In den vergangenen Jahren war der August der stärkste Monat, zuletzt mit 56.338 Gästen im August 2025. Ruhiger ist es an einem Werktag außerhalb der Ferien, früh am Morgen oder am späten Nachmittag; das empfiehlt der Betreiber selbst.

Bei den Superlativen lohnt der genaue Blick. Die Verbandsgemeinde Zell nennt die Geierlay auf ihrer Seite zu Sosberg die längste Hängeseilbrücke Deutschlands. Der Betreiber selbst führt diesen Titel nicht, er schreibt von einer der längsten Hängeseilbrücken des Landes. Die 360 Meter stehen in beiden Fassungen.

Zwischendurch passiert an der Brücke Ungewöhnliches. Am 1. Mai 2024 kam dort ein Highline-Rekord über 360 Meter zustande, die Freiwillige Feuerwehr Sosberg versorgte die Zuschauer von 11 bis 17 Uhr mit Getränken. Am 29. und 30. Oktober 2025 blieb die Brücke wegen der turnusmäßigen Prüfung an beiden Tagen komplett gesperrt, angekündigt hatte das die Ortsgemeinde auf ihrer Seite. Bei einer langen Anfahrt ist ein Blick auf deren Meldungen die günstigere Variante gegenüber einer vergeblichen Fahrt.

Wanderwege ab dem Ort, und eine Warnung zum Empfang

Für Wanderer ist die Brücke nur ein Baustein. Seit April 2015 führt ein Abschnitt des Saar-Hunsrück-Steigs am Ort vorbei. In Reichweite liegen der Masdascher Burgherrenweg, 2019 zum Schönsten Wanderweg gewählt, die Geierlay-Schleife sowie die Traumschleifen Altlayer Schweiz und Layensteig Strimmiger Berg. Die Längen und Schwierigkeitsgrade der sieben Rundwege am Brückenkopf stehen im Überblick zu den Wanderwegen an der Hängeseilbrücke Geierlay. Dazu gibt die Ortsgemeinde einen Hinweis, den man nicht überlesen sollte: In den tiefen Bachtälern ist streckenweise mit keiner Mobilfunkverbindung zu rechnen. Das Kartenmaterial gehört also offline aufs Gerät, bevor es losgeht.

Dreiherrisches Territorium: 1330 bis 1970

Zum ersten Mal urkundlich erwähnt ist der Ort 1330 unter dem Namen Soysbergh. Bis 1781 war er dreiherrisches Territorium: Wie im Beltheimer Gericht teilten sich Kurtrier, Sponheim und Braunshorn, später Winneburg und Metternich, die Landherrschaft. Ab 1794 stand das Dorf unter französischer Herrschaft und gehörte von 1798 bis 1814 zum Kanton Zell im Rhein-Mosel-Department. 1815 kam es auf dem Wiener Kongress zu Preußen, seit 1946 gehört es zu Rheinland-Pfalz. Zur Verbandsgemeinde Zell an der Mosel kam die Gemeinde erst zum 7. November 1970, nach der Auflösung des Amtes Blankenrath.

Das Wappen fasst diese Gemengelage in drei Feldern zusammen. Das rote Kreuz auf Silber steht für Kurtrier, das silberne Hifthorn darin für die Herrschaft Beilstein, das silbern-rote Schach für die hintere Grafschaft Sponheim. Die silberne Hellebarde im grünen Mittelfeld gehört dem heiligen Matthias, dem Schutzpatron der Kirche, das Grün selbst der Landwirtschaft. Die katholische Kirche St. Matthias wurde 1769 erbaut. Ihr 250-jähriges Bestehen feierte das Dorf 2019 mit einem Gottesdienst, und die 250 Euro, die dabei zusammenkamen, gingen an die Palliativstation des Krankenhauses in Zell.

Übernachten, Termine und Anlaufstellen

Vier Adressen bieten im Ort Ferienunterkünfte an. Das Historische Ferienhaus liegt in der Hauptstraße 18, Telefon 06545 6880. Die Genuss Scheune in der Hauptstraße ist unter 06545 911538 erreichbar und wird über ein Buchungsportal vergeben. Dazu kommen ein Ferienhaus Auf dem Winneweg 4 und das Ferienhaus Natur-Oase Im Hassel 11, Telefon 06545 9124232, das ausdrücklich Hunde erlaubt. Bewirtung gibt es an der Brücke selbst nicht, dafür Gastronomie in Mörsdorf, das von der A48 ab der Abfahrt Kaifenheim über Treis-Karden und das Flaumbachtal angefahren wird.

Nach einem Fest sollte man den Kalender der Ortsgemeinde nicht fragen: Er meldet im August 2026 keine anstehenden Veranstaltungen. Die Gemeindeverwaltung sitzt Im Acker 14 in 56858 Sosberg und ist unter 06545 910458 erreichbar, die Sprechstunde des Ortsbürgermeisters läuft nach telefonischer Vereinbarung. Zuständig ist die Verbandsgemeinde Zell an der Mosel. Angaben nach den Seiten der Ortsgemeinde Sosberg, der Verbandsgemeinde Zell und des Betreibers der Hängeseilbrücke, Stand August 2026.

Wo parkt man in Sosberg für die Geierlay?

Auf dem Hauptparkplatz am Ortsausgang Richtung Forst, Navi-Adresse Hauptstraße 28, ausgeschildert als Wanderer-Parkplatz Sosberg. Dort stehen sanitäre Anlagen und Elektroladestationen. Eine Gebühr nennt die Ortsgemeinde nicht, sie verweist aber auf Handyparken über die Mobilet-App.

Wie lang ist der Weg von Sosberg zur Hängeseilbrücke?

Rund 1,5 Kilometer, teils asphaltiert und größtenteils geschottert. Mit Rollator oder eingeschränkt gehfähig ist die Strecke nach Angabe der Ortsgemeinde beschwerlich. Eine Zufahrt mit dem Auto bis zur Brücke gibt es nicht.

Was kostet der Besuch der Geierlay?

Die Brücke selbst ist kostenlos und ganzjährig rund um die Uhr geöffnet. Bezahlt wird das Parken: auf den Mörsdorfer Plätzen P1 bis P3 15,00 Euro für die ersten fünf Stunden und 1,00 Euro je weitere angefangene Stunde, für Wohnmobile an P2 20,00 Euro für zwölf Stunden. Stand August 2026.

Sind Hunde und Kinderwagen auf der Brücke erlaubt?

Hunde ja, Kinderwagen nicht. Der Betreiber empfiehlt für kleine Kinder eine Tragehilfe. Der Steg ist 85 Zentimeter breit, was das Überqueren mit Rollstuhl oder Gehhilfe einschränkt. Drohnen sind an der Geierlay verboten.