Elternbefragung zu den Schulstandorten Ulmen und Lutzerath
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Kurzzusammenfassung
- Der Kreistag des Landkreises Cochem-Zell hat sich dafür ausgesprochen, zur Zukunft der Realschule plus Vulkaneifel zuerst die betroffenen Eltern zu befragen.
- Die Befragungsunterlagen werden über die Postmappen der Schülerinnen und Schüler verteilt. Ein Rücklauftermin steht in der Ankündigung vom 29. September 2026 nicht.
- Strittig ist die Aufhebung der Dislozierung: Heute besuchen die Klassen 5 und 6 den Standort Lutzerath, ab Klasse 7 wird in Ulmen unterrichtet.
- Die Befragung ersetzt die politische Entscheidung nicht. Die bleibt bei den zuständigen Gremien.
Eltern der Realschule plus Vulkaneifel bekommen in diesen Wochen Post aus der Schultasche. Der Kreistag des Landkreises Cochem-Zell hat sich dafür ausgesprochen, zur künftigen Struktur der Realschule plus Vulkaneifel zuerst die Familien zu befragen, deren Kinder heute oder künftig davon betroffen sein können. Verteilt werden die Unterlagen über die Postmappen der Schülerinnen und Schüler; die Verbandsgemeinde Ulmen hat am 29. September 2026 dazu aufgerufen, in den Tagen danach darauf zu achten.
Einen Rücklauftermin nennt der Aufruf nicht. Die Frist steht damit, wenn überhaupt, auf den Unterlagen selbst. Ist Mitte Oktober nichts in der Postmappe aufgetaucht, hilft die Nachfrage in der Schule. Die Verbandsgemeindeverwaltung Ulmen sitzt am Marktplatz 1 und ist unter 02676 409-0 erreichbar.
Worum gestritten wird: zwei Orte, eine Schule
Die Realschule plus Vulkaneifel wird seit vielen Jahren an zwei Orten unterrichtet. Diese Aufteilung wird Dislozierung genannt, und genau ihre Aufhebung steht zur Debatte. Der Zuschnitt ist nach Jahrgängen geordnet: Die Klassen 5 und 6 lernen in Lutzerath, ab Klasse 7 geht es nach Ulmen, wo nach Darstellung der Verbandsgemeinde Fachräume und Berufsorientierung sitzen.
In der Diskussion stehen laut Aufruf unter anderem vier Felder nebeneinander: pädagogische und schulische Fragen, die Entwicklung der Schülerzahlen, die Organisation des Schulbetriebs und die Schülerbeförderung. Dass die Befragung überhaupt kommt, ist das Ergebnis dieser Gemengelage. Ein Meinungsbild soll den Gremien eine zusätzliche Grundlage geben, mehr nicht.
Für die Eltern heißt das zweierlei. Der Bogen ist keine Abstimmung, und er bindet niemanden. Er ist aber die einzige Gelegenheit, bei der die Haltung der Familien gesammelt und gezählt wird, statt in Ratssitzungen referiert zu werden.
Die Verbandsgemeinde Ulmen hat sich längst festgelegt
Der Aufruf kommt von einer Seite, die in der Sache nicht neutral ist. Bereits am 9. September 2026 hat sich die Verbandsgemeinde Ulmen für den Erhalt beider Standorte ausgesprochen, getragen von einem einstimmigen Beschluss des Verbandsgemeinderates. Ihre Begründung führt zwei Argumente, die über das Pädagogische hinausgehen und deshalb nachprüfbar sind.
Erstens das Gebäude in Lutzerath. Dort sind nach Angaben der Verbandsgemeinde Schuldach, Fenster und Fassade instandgesetzt und energetisch saniert worden, die Wärmeversorgung ist langfristig gesichert, die digitale Ausstattung verbessert. Klassen- und Fachräume seien in ausreichender Zahl vorhanden. Eine Zusammenlegung in Ulmen würde zusätzlichen Raumbedarf und damit neue Investitionen auslösen.
Zweitens die Busse. Die erwarteten Einsparungen bei der Schülerbeförderung könnten nach dieser Rechnung teilweise wieder aufgezehrt werden, weil Schülerinnen und Schüler aus Lutzerath und den umliegenden Einzugsbereichen dann weiter fahren müssten. Hinzu komme die Möglichkeit, dass bei einem Wegfall des Standorts Lutzerath Familien eine andere Schule wählen und die Schülerzahl in Ulmen sich dadurch ebenfalls verschiebt.
Im Aufruf an die Eltern steht davon nichts. Dort heißt es ausdrücklich, gefragt seien alle Meinungen, unabhängig davon, wie man zur künftigen Schulstruktur oder zu den beiden Standorten stehe, und es gebe keine richtige Antwort. Zwischen beiden Mitteilungen liegen drei Wochen.
Andere Entscheidungen der Verbandsgemeinde Ulmen aus diesem Jahr stehen im Beitrag zur Insolvenz des Photovoltaik-Partners. Wie viele Fünftklässler im Sommer 2026 an den beiden Standorten angefangen haben, steht in der Einschulungsbilanz 2026; was Ulmen als Ort ausmacht, im Ortsporträt.
Wie bekomme ich den Fragebogen zur Elternbefragung?
Über die Postmappe des Kindes. Die Befragungsunterlagen werden nach Angabe der Verbandsgemeinde Ulmen vom 29. September 2026 über die Postmappen der Schülerinnen und Schüler an die Eltern verteilt.
Bis wann muss der Bogen abgegeben werden?
Der Aufruf der Verbandsgemeinde Ulmen vom 29. September 2026 nennt keinen Rücklauftermin. Eine Frist steht gegebenenfalls auf den Unterlagen selbst, die über die Postmappe verteilt werden.
Welche Klassen lernen in Lutzerath, welche in Ulmen?
Die Klassen 5 und 6 der Realschule plus Vulkaneifel werden in Lutzerath unterrichtet, ab Klasse 7 am Standort Ulmen. Diese Aufteilung auf zwei Orte heißt Dislozierung, und über ihre Aufhebung wird derzeit diskutiert.
Entscheidet die Befragung über die Schulstandorte?
Nein. Die Befragung ersetzt die politische Entscheidung nicht; die liegt weiter bei den zuständigen Gremien. Sie soll das Meinungsbild der betroffenen Familien in die weiteren Beratungen einbringen.
Angaben nach den Mitteilungen der Verbandsgemeinde Ulmen vom 29. September und vom 9. September 2026, abgerufen am 8. Oktober 2026.
Die Bilder in diesem Beitrag sind KI-generiert.
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