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Falsche Polizeibeamte rufen im ganzen Kreis Cochem-Zell an

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Schnurloses Telefon in seiner Ladestation auf einem Tisch, daneben ein aufgeschlagenes Adressbuch und eine weiße Orchidee
Foto: www.Pixel.la Free Stock Photos, CC0 (skaliert), via Wikimedia Commons

Kurzzusammenfassung

  • Die Polizeidirektion Mayen hat am 13. August 2026 um 18.15 Uhr nachgemeldet, dass sich die Anrufe falscher Polizeibeamter auf den ganzen Landkreis Cochem-Zell ausgeweitet haben. Genannt werden unter anderem Treis-Karden, Müllenbach, Kaifenheim, Bremm und Greimersburg.
  • Die Anrufer erfinden dafür Notlagen: ein angebliches Unglück im Straßenverkehr mit Todesfolge, Geld für eine angebliche Chemotherapie, vorgetäuschte Eigentumsdelikte.
  • Angerufen werden nach Angaben der Polizei gezielt lebensältere Menschen. Die Polizeiinspektion Cochem bittet darum, Angehörige und Nachbarn zu warnen.

Fünf Stunden lagen zwischen den beiden Meldungen. Um 13.14 Uhr des 13. August 2026 berichtete die Polizeidirektion Mayen von vermehrten Anrufen falscher Polizeibeamter im Bereich Cochem. Um 18.15 Uhr folgte die Ergänzung, und in ihr steht der Satz, auf den es ankommt: Diese Form der Anrufe hat sich mittlerweile auf den ganzen Landkreis Cochem-Zell ausgeweitet. Die Meldung nennt Treis-Karden, Müllenbach, Kaifenheim, Bremm und Greimersburg als Beispiele und lässt die Aufzählung ausdrücklich offen.

Damit ist aus einer Sache der Kreisstadt eine Sache des Kreises geworden. Wer in einem Dorf mit dreihundert Einwohnern wohnt und annimmt, so etwas passiere nur in Cochem, hat sich nach dieser Meldung geirrt.

Drei erfundene Geschichten

Die Ergänzungsmeldung nennt die Vorwände, mit denen die Anrufer arbeiten. Es sind drei, und sie zielen alle auf denselben Moment der Panik: ein angebliches Unglück im Straßenverkehr mit Todesfolge, Geldleistungen für eine angebliche Chemotherapie, vermeintliche Eigentumsdelikte. Die Polizei schreibt dazu, die Täter schreckten im Erfinden ihrer Betrugslegenden vor nichts zurück.

Am Mittag desselben Tages war es noch die erste dieser Geschichten gewesen. Unter dieser Legende versuchten die Anrufer, an finanzielle Informationen zu gelangen; in den meisten Fällen gaben sie sich als Beamte der Polizeiinspektion Cochem aus. Das ist die Wendung, die den Anruf verrät. Eine echte Nachricht aus dem Krankenhaus oder von der Polizei endet nicht mit Fragen nach Geld.

Was die echte Polizei nie tut

Zwei Sätze aus der Meldung vom Mittag reichen als Prüfstein: Die Polizei erfragt niemals Passwörter, und sie erfragt niemals vertrauliche finanzielle Informationen. Kommt eine dieser Fragen, ist das Gespräch entschieden.

Die Empfehlung der Polizeiinspektion Cochem ist knapp: keinerlei persönliche Informationen preisgeben und das Telefonat beenden. Betroffene können sich jederzeit bei der Dienststelle melden, Telefon 02671 9840. Wer eine Behörde von sich aus erreichen will, statt einem Anruf zu glauben, kommt über die Behördennummer 115 an die Ämter im Kreis.

Der Auftrag geht an die Nachbarn

Der letzte Absatz der Ergänzungsmeldung ist keine Warnung an die Angerufenen, sondern eine Bitte an alle anderen: Angehörige und Nachbarn sensibilisieren. Die Täter rufen nach Angaben der Polizei gezielt lebensältere Menschen an, um sie zu verunsichern.

Praktisch heißt das ein Gespräch am Gartenzaun statt eines Merkzettels am Telefon. Wer weiß, dass so ein Anruf kommen kann, und wer vorher einmal darüber gesprochen hat, legt leichter auf. Der Beitrag zu den Anrufen in der Stadt Cochem vom 10. August zeigt, wie die Masche dort begonnen hat.

Quelle: Polizeidirektion Mayen, Meldungen „Anrufe von falschen Polizeibeamten bei Anwohnern im Bereich Cochem“ (13. August 2026, 13.14 Uhr) und „Ergänzungsmeldung zur Meldung ‚Anrufe von falschen Polizeibeamten’“ (13. August 2026, 18.15 Uhr), abgerufen am 17. August 2026.

Welche Orte im Landkreis Cochem-Zell sind betroffen?

Die Polizeidirektion Mayen nennt in ihrer Ergänzungsmeldung vom 13. August 2026 Treis-Karden, Müllenbach, Kaifenheim, Bremm und Greimersburg und schreibt dazu, die Anrufe hätten sich auf den ganzen Landkreis ausgeweitet. Die Aufzählung ist damit nicht abschließend.

Mit welchen Geschichten arbeiten die Anrufer?

Die Polizei nennt drei Vorwände: ein angebliches Unglück im Straßenverkehr mit Todesfolge, Geldleistungen für eine angebliche Chemotherapie und vermeintliche Eigentumsdelikte. Am Mittag des 13. August war es die erste dieser Geschichten, unter der die Anrufer nach finanziellen Informationen fragten.

Was rät die Polizei?

Keinerlei persönliche Informationen preisgeben und das Telefonat beenden. Passwörter und vertrauliche finanzielle Informationen erfragt die Polizei nach eigener Angabe niemals. Betroffene können sich jederzeit bei der Polizeiinspektion Cochem melden, Telefon 02671 9840.

Wer ist besonders gefährdet?

Nach Angaben der Polizei rufen die Täter gezielt lebensältere Menschen an, um sie zu verunsichern. Die Dienststelle bittet deshalb ausdrücklich darum, Angehörige und Nachbarn auf die Anrufe hinzuweisen.