KIPKI-Bilanz: 290.000 Euro für 372 Vorhaben im Kreis
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Kurzzusammenfassung
- Die KIPKI-Förderprogramme des Landkreises Cochem-Zell für Privathaushalte sind am 31. März 2026 ausgelaufen.
- Gefördert wurden 372 Vorhaben mit über 290.000 Euro, davon 266 Solarstromspeicher und 106 Sanierungen.
- Die Zuschüsse lösten private Investitionen von mehr als 5,3 Millionen Euro aus, also rund das Achtzehnfache der ausgezahlten Summe.
Die beiden KIPKI-Förderprogramme des Landkreises Cochem-Zell sind Geschichte: Mit Ablauf des 31. März 2026 endeten sie für Privathaushalte. Gestartet waren sie am 15. April 2024, eines für Solarstromspeicher und eines unter dem Namen „Clever heizen – einfach sanieren“ für energetische Sanierungsmaßnahmen. Das Geld stammte aus dem Kommunalen Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation des Landes Rheinland-Pfalz, das den Kommunen einwohnerbezogene Mittel zuteilte.
Der Kreistag entschied, einen großen Teil davon direkt an Privathaushalte weiterzureichen. Ein weiterer Teil floss in die Sanierung des Nahwärmenetzes am Schulzentrum Cochem.
Was zusammenkam
Insgesamt wurden 372 private Vorhaben unterstützt, 266 davon Solarstromspeicher und 106 Sanierungen. Ausgezahlt wurden über 290.000 Euro, zu einem Drittel für Sanierungen und zu zwei Dritteln für Speicher. Der reine Landkreis-Anteil daran belief sich auf knapp 65.000 Euro für Sanierungsvorhaben und etwa 128.000 Euro für Speicher.
Der Hebel ist die eigentliche Zahl dieser Bilanz. Die geförderten Maßnahmen lösten private Investitionen von mehr als 5,3 Millionen Euro aus. Auf jeden ausgezahlten Euro kamen damit rund achtzehn, die die Haushalte selbst aufbrachten, und ein Großteil davon ging nach Darstellung der Kreisverwaltung an Betriebe aus der Region. Jährlich sollen die Projekte etwa 370 Tonnen Kohlendioxid einsparen.
Eine Zahl bleibt unerklärt: Bearbeitet wurden nach Angaben des Eigenbetriebs Klima & Energie 539 Anträge, bewilligt wurden 372 Vorhaben. Woran die Differenz liegt, ob an Rückzügen, Doppelanträgen oder Ablehnungen, steht in der Mitteilung nicht.
Wo das Geld doppelt floss, war es zuerst weg
Zwei Verbandsgemeinden legten eigenes Geld obendrauf, sodass ihren Einwohnern die doppelte Fördersumme zur Verfügung stand. Beide waren damit vorzeitig am Ende: In der Verbandsgemeinde Cochem war der kommunale Anteil trotz einer nachträglichen Aufstockung nach weniger als sechs Monaten ausgeschöpft, in der Verbandsgemeinde Zell nach rund sieben. Danach gab es dort nur noch den Landkreis-Anteil. Für künftige Programme dieser Art lässt sich daraus eine Regel ableiten: Der Zuschlag hängt nicht nur an der Sache, sondern am Datum der Antragstellung.
| Verbandsgemeinde | Geförderte Vorhaben | Fördersumme |
|---|---|---|
| Cochem | 106 Speicher, 41 Sanierungen | rund 132.000 Euro |
| Zell | 85 insgesamt, davon zwei Drittel Speicher | rund 91.000 Euro |
| Kaisersesch | 75 Speicher, 15 Sanierungen | über 45.500 Euro |
| Ulmen | 29 Speicher, 21 Sanierungen | über 23.500 Euro |
Die Fördersummen der Tabelle sind die Summe der beiden Teilbeträge, die die Bilanz je Verbandsgemeinde getrennt für Speicher und Sanierungen ausweist. Für die Verbandsgemeinde Zell nennt sie die Aufteilung nur als Anteil: ein Drittel Sanierungen, zwei Drittel Speicher. Dort stand außerdem der größte Solarstromspeicher des gesamten Programms mit einer Kapazität von 27,6 Kilowattstunden.
Für Privathaushalte offen ist dagegen weiterhin die Förderung von Regenwasserspeichern durch die Kreiswerke. Sie passt zur Lage, die die Wasserampel des Kreises beschreibt, und sie verlangt bei zwei von drei Varianten den Antrag vor dem Kauf.
Quelle: Kreisverwaltung Cochem-Zell, Mitteilung vom 22. Juli 2026.
Kann ich die KIPKI-Förderung noch beantragen?
Nein. Die KIPKI-Programme für Privathaushalte im Landkreis Cochem-Zell endeten mit Ablauf des 31. März 2026.
Wie viel wurde im Kreis Cochem-Zell ausgezahlt?
Über 290.000 Euro für 372 private Vorhaben, davon 266 Solarstromspeicher und 106 Sanierungsmaßnahmen. Rund ein Drittel entfiel auf Sanierungen, zwei Drittel auf Speicher.
Warum gab es in Cochem und Zell mehr Geld?
Die Verbandsgemeinden Cochem und Zell beteiligten sich zusätzlich finanziell, sodass dort die doppelte Fördersumme bereitstand. Dieser kommunale Anteil war in Cochem nach weniger als sechs und in Zell nach rund sieben Monaten ausgeschöpft.
Die Bilder in diesem Beitrag sind KI-generiert.
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