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Bevölkerungsschutz: Kreis setzt auf Selbsthilfe

 · 3 Min. Lesezeit

Wasserkanister, Taschenlampe, Kurbelradio und Konserven auf einem Kellerregal aus Holz
Beitragsbild: KI-generiert

Kurzzusammenfassung

  • Der Landkreis Cochem-Zell hat eine Arbeitsgemeinschaft gegründet, die Maßnahmen zur Selbsthilfefähigkeit der Bevölkerung entwickeln soll.
  • Der kostenlose Vorsorge-Ratgeber des Bundesamts für Bevölkerungsschutz liegt im Bürgerbüro der Kreisverwaltung zum Mitnehmen bereit.
  • Empfohlen wird außerdem die Warn-App NINA des Bundes.

Am 22. Juni 2026 hat die Kreisverwaltung Cochem-Zell die Ortsbürgermeisterinnen und Ortsbürgermeister zu einer Informationsveranstaltung über den Bevölkerungsschutz geladen. Der Kern der Botschaft: Der Landkreis will nicht nur die eigenen Strukturen stärken, sondern die Fähigkeit der Haushalte, sich in den ersten Tagen einer Notlage selbst zu helfen.

Dafür hat die Landrätin eine Arbeitsgemeinschaft eingesetzt. Ihr gehören Mitarbeitende der Verwaltung aus dem Brand- und Katastrophenschutz an, Vertreter des Kreisfeuerwehrverbandes, des Deutschen Roten Kreuzes sowie der Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Landkreises. Sie soll konkrete Maßnahmen entwickeln, mit denen sich die Selbsthilfefähigkeit dauerhaft verbessern lässt.

Die Liste der Szenarien ist ungewöhnlich offen

Bemerkenswert an der Mitteilung ist, wie weit die Kreisverwaltung die möglichen Lagen fasst. Genannt werden klimatische Ereignisse wie Starkregen, Hochwasser und Waldbrand, dazu längere Stromausfälle und Cyberangriffe, außerdem Sabotage, Naturkatastrophen und kriegerische Auseinandersetzungen. Für ein Schreiben einer Kreisverwaltung an ihre Ortsgemeinden ist das eine deutliche Aufzählung, und sie erklärt, warum der Kreis den Selbstschutz als elementaren Bestandteil des Zivilschutzes beschreibt.

Bei der Veranstaltung stand das „Bleibbereit“-Mobil des Landesfeuerwehrverbands Rheinland-Pfalz im Innenhof der Kreisverwaltung. Das mobile Informationszentrum zeigt an praxisnahen Beispielen, was der Einzelne zur Notfallvorsorge tun kann; es ist landesweit unterwegs, und Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben können es über das BKS-Portal anfordern. Allein im vergangenen Jahr kam es nach Angaben seines Betreuers auf 176 Präsentationen und 33 Fachvorträge.

Was Haushalte im Kreis jetzt konkret tun können

Zwei Dinge nennt die Mitteilung, und beide kosten nichts.

Der Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe steht unter bbk.bund.de/ratgeber zum Herunterladen bereit. Wer ihn lieber auf Papier hat, bekommt ihn im Bürgerbüro der Kreisverwaltung Cochem-Zell; dort liegen Exemplare zum Mitnehmen aus. Das ist der einzige Punkt der ganzen Mitteilung, der einen Weg im Kreis erfordert, und er steht ganz am Ende.

Dazu kommt die Warn-App NINA des Bundes, die der Kreis ausdrücklich empfiehlt. Ausschlaggebend war dabei nicht nur der Funktionsumfang, sondern die Dosierung: Sie stelle wichtige Informationen bereit, ohne mit Meldungen zu überfrachten. Download und Erläuterungen stehen unter bbk.bund.de.

Wie schnell eine solche Lage im Kreis konkret wird, zeigt die Trockenheit dieses Sommers: Die Wasserampel des Landkreises stand Ende Juli auf Gelb, und die untere Wasserbehörde bittet um Zurückhaltung bei Entnahmen aus Bächen. Verwaltungsfragen jenseits des Notfalls beantwortet die Behördennummer 115, Vorsorge im eigenen Garten unterstützt die Brauchwasserförderung der Kreiswerke.

Quelle: Kreisverwaltung Cochem-Zell, Mitteilung vom 13. Juli 2026.

Wo bekomme ich den Vorsorge-Ratgeber im Kreis Cochem-Zell?

Im Bürgerbüro der Kreisverwaltung Cochem-Zell liegen kostenlose Exemplare zum Mitnehmen bereit. Digital steht der Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ unter bbk.bund.de/ratgeber.

Welche Warn-App empfiehlt der Landkreis?

Die Warn-App NINA des Bundes. Der Kreis begründet die Empfehlung damit, dass sie wichtige Informationen bereitstellt, ohne mit Meldungen zu überfrachten. Download und Erläuterungen unter bbk.bund.de.

Wer gehört der Arbeitsgemeinschaft Bevölkerungsschutz an?

Mitarbeitende der Kreisverwaltung aus dem Brand- und Katastrophenschutz, Vertreter des Kreisfeuerwehrverbandes und des Deutschen Roten Kreuzes sowie der Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Landkreises.

Die Bilder in diesem Beitrag sind KI-generiert.