Wilde Endert: Kein Sperrvermerk mehr, Brückenschäden an der Rausch
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Kurzzusammenfassung
- Stand 4. September 2026: Die Tourenseite des Touristik-Büros Schieferland Kaisersesch trägt für den Wanderweg „Im Tal der Wilden Endert“ zwischen Ulmen und Cochem keinen Sperrvermerk mehr.
- An seiner Stelle steht jetzt eine Warnung vor Brückenschäden am Wasserfall Rausch. Das Brückenbauwerk soll nach dieser Angabe voraussichtlich 2027 erneuert werden.
- Am 17. August 2026 hatte die Verbandsgemeinde Kaisersesch den Weg wegen Brandschäden gesperrt. Eine eigene Mitteilung über das Ende dieser Sperrung steht auf keiner der geprüften Seiten.
- Auskunft gibt das Touristik-Büro Schieferland Kaisersesch unter 02653 9996-502.
Die Strecke, die das Wandermagazin 2019 in der Kategorie Touren auf Platz 1 als Deutschlands schönsten Wanderweg gesetzt hat, war seit dem Hochsommer gesperrt. Die Verbandsgemeindeverwaltung Kaisersesch hatte am 17. August 2026 mitgeteilt: „Aufgrund von Beschädigungen durch Waldbrände ist der Wanderweg ‚Im Tal der Wilden Endert‘ derzeit gesperrt.“ Am 4. September 2026 steht dieser Vermerk nicht mehr auf der Tourenseite des Touristik-Büros. Dort heißt es stattdessen: „Achtung Brückenschäden am Wasserfall ‚die Rausch‘ – das Brückenbauwerk wird 2027 voraussichtlich erneuert.“ Das Wort gesperrt kommt auf der Seite nicht mehr vor.
Zwei Hinweise, zwei Reichweiten
Im August war die Tourenseite des Touristik-Büros die konkretere der beiden Quellen: Dort war der Weg „vorerst aufgrund größerer Schäden durch einen Waldbrand ab der Napoleonsbrücke gesperrt“. Die Napoleonsbrücke liegt an der L 100 und ist zugleich einer der für die Hauptroute ausgewiesenen Parkplätze; über sie führte früher die alte Poststraße Koblenz–Trier. In der Gehrichtung von Ulmen nach Cochem kommt sie nach dem Antoniuskreuz, dem 7 Meter hohen Wasserfall Rausch und der Wallfahrtskirche Maria Martental. Genau dort, am Wasserfall, sitzt jetzt der neue Hinweis: nicht mehr eine Sperrung des Abschnitts, sondern eine beschädigte Brücke mit einem Erneuerungsjahr.
Der Rest des Auftritts hat sich nicht bewegt. Die Übersicht aller 13 Wanderwege im Schieferland führt die Strecke mit 21,4 Kilometern, 4:48 Stunden und der Einstufung mittel, und sie tut es ohne jeden Vermerk. Bei der Burgentour von Burg Pyrmont zur Burg Eltz, beim Moselsteig und beim Pommerbachtal steht an derselben Stelle „Jederzeit frei zugänglich“; bei der Wilden Endert steht dort weiterhin nichts. Die Seite zum „Enderttal mit Wasserfall Rausch“ meldet unverändert „Heute geöffnet“.
Ein Anruf vor der Anfahrt bleibt deshalb die Konsequenz, und er lohnt sich auch aus einem zweiten Grund: Die Buslinien 733 und 734 zwischen Kaisersesch und Kloster Martental verkehren nur vom 29. März bis zum 1. November. Zuständig ist das Touristik-Büro Schieferland Kaisersesch, Am Römerturm 2 in Kaisersesch, Telefon 02653 9996-502.
Was im Schieferland offen bleibt
Für den Nachmittag im selben Gelände bietet sich der Digi-Pfad im Kaulenbachtal an: 4,0 Kilometer, 2:00 Stunden, je 140 Höhenmeter auf und ab, Start und Ziel in Leienkaul, elf Stationen über die kostenlose App Actionbound, Parken am Startpunkt kostenfrei. Das Kaulenbachtal ist zugleich einer der sieben Zuwege zur Endert-Strecke. Bis 1959 wurde dort Dachschiefer gefördert, dann beendete ein Wassereinbruch auf der Grube Maria-Schacht den Abbau. Für einen ganzen Wandertag führt das Touristik-Büro die Eifelhöhen und das Brohlbachtal ab Roes, 23,0 Kilometer in 6:25 Stunden, als jederzeit frei zugänglich.
Mit dem Rad hat der Endert-Weg ohnehin nie funktioniert, unabhängig vom Zustand der Brücke: Das Touristik-Büro bittet Radfahrer aus Sicherheitsgründen ausdrücklich, den Weg nicht zu benutzen. Und der Hinweis derselben Seite, dass die felsigen Pfade bei Nässe rutschig sind und festes Schuhwerk dazugehört, steht unverändert da.
Die sieben Zuwege zur Strecke liegen in Alflen, im Kaulenbachtal bei Leienkaul, in Kaisersesch am Bahnhof, in Büchel an der Kirche, am Wanderparkplatz an der L 98 bei Landkern, in der Ortsmitte von Greimersburg und in der Kelberger Straße in Faid. Welche Touren im Kreis sonst noch offen sind, steht im Überblick zum Wandern an der Mosel.
Quellen: Verbandsgemeinde Kaisersesch, Pressemitteilung „Sperrung des Wanderwegs ‚Im Tal der Wilden Endert‘“ vom 17. August 2026, abgerufen am 22. August 2026, sowie Touristik-Büro Schieferland Kaisersesch (Tourenseite „Im Tal der Wilden Endert“, Übersicht aller Wanderwege, Digi-Pfad im Kaulenbachtal, Enderttal mit Wasserfall Rausch), abgerufen am 22. August und erneut am 4. September 2026.
Ist der Wanderweg Im Tal der Wilden Endert gesperrt?
Die Tourenseite des Touristik-Büros Schieferland Kaisersesch führt ihn am 4. September 2026 nicht mehr als gesperrt; das Wort kommt dort nicht mehr vor. Statt der Sperrung vom 17. August 2026 steht dort eine Warnung vor Brückenschäden am Wasserfall Rausch. Eine eigene Mitteilung über das Ende der Sperrung gibt es nicht, deshalb ist der Anruf beim Touristik-Büro unter 02653 9996-502 vor der Anfahrt weiter sinnvoll.
Was ist am Wasserfall Rausch beschädigt?
Die Brücke über den Wasserfall, die auf der Strecke zur Wallfahrtskirche Maria Martental führt. Die Tourenseite nennt für die Erneuerung des Bauwerks voraussichtlich das Jahr 2027, ein genaueres Datum steht nicht dort.
Welche Wanderung im Schieferland ist als Alternative ausgewiesen?
Der Digi-Pfad im Kaulenbachtal mit 4,0 Kilometern in rund zwei Stunden ab Leienkaul, für einen ganzen Tag die Runde Eifelhöhen und Brohlbachtal ab Roes mit 23,0 Kilometern in 6:25 Stunden. Beide führt das Touristik-Büro als jederzeit frei zugänglich.
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