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Wilde Endert: kein Sperrhinweis mehr, Brücke an der Rausch beschädigt

 · 4 Min. Lesezeit

Die Endert fließt durch ein bewaldetes Tal, am Ufer steht ein altes Haus aus Bruchstein mit Ziegeldach
Foto: Spotter2, CC BY-SA 4.0 (skaliert), via Wikimedia Commons

Kurzzusammenfassung

  • Stand 4. September 2026: Die Tourenseite des Touristik-Büros Schieferland Kaisersesch trägt für den Wanderweg „Im Tal der Wilden Endert“ zwischen Ulmen und Cochem keinen Sperrvermerk mehr.
  • An seiner Stelle steht jetzt eine Warnung vor Brückenschäden am Wasserfall Rausch. Das Brückenbauwerk soll voraussichtlich 2027 erneuert werden.
  • Am 17. August 2026 hatte die Verbandsgemeinde Kaisersesch den Weg wegen Brandschäden gesperrt.
  • Ob diese Sperrung ausdrücklich aufgehoben ist, klärt vor der Anfahrt ein Anruf beim Touristik-Büro Schieferland Kaisersesch unter 02653 9996-502.

Die Strecke, die das Wandermagazin 2019 in der Kategorie Touren auf Platz 1 als Deutschlands schönsten Wanderweg gesetzt hat, war seit dem Hochsommer gesperrt. Die Verbandsgemeindeverwaltung Kaisersesch hatte am 17. August 2026 mitgeteilt: „Aufgrund von Beschädigungen durch Waldbrände ist der Wanderweg ‚Im Tal der Wilden Endert‘ derzeit gesperrt.“ Am 4. September 2026 steht dieser Vermerk nicht mehr auf der Tourenseite des Touristik-Büros. Dort heißt es stattdessen: „Achtung Brückenschäden am Wasserfall ‚die Rausch‘ – das Brückenbauwerk wird 2027 voraussichtlich erneuert.“

Zwei Hinweise, zwei Reichweiten

Im August hatte das Touristik-Büro die Sperrung genauer gefasst: Der Weg war „vorerst aufgrund größerer Schäden durch einen Waldbrand ab der Napoleonsbrücke gesperrt“. Die Napoleonsbrücke liegt an der L 100 und ist zugleich einer der für die Hauptroute ausgewiesenen Parkplätze; über sie führte früher die alte Poststraße Koblenz–Trier. In der Gehrichtung von Ulmen nach Cochem kommt sie nach dem Antoniuskreuz, dem 7 Meter hohen Wasserfall Rausch und der Wallfahrtskirche Maria Martental. Genau dort, am Wasserfall, sitzt jetzt der neue Hinweis: nicht mehr eine Sperrung des Abschnitts, sondern eine beschädigte Brücke mit einem Erneuerungsjahr.

Die ganze Strecke misst 21,4 Kilometer, dauert 4:48 Stunden und ist als mittelschwer eingestuft.

Solange die Brücke am Wasserfall nicht erneuert ist, lohnt vor der Anfahrt ein Anruf, auch aus einem zweiten Grund: Die Buslinien 733 und 734 zwischen Kaisersesch und Kloster Martental verkehren nur vom 29. März bis zum 1. November. Zuständig ist das Touristik-Büro Schieferland Kaisersesch, Am Römerturm 2 in Kaisersesch, Telefon 02653 9996-502.

Was im Schieferland offen bleibt

Für den Nachmittag im selben Gelände bietet sich der Digi-Pfad im Kaulenbachtal an: 4,0 Kilometer, 2:00 Stunden, je 140 Höhenmeter auf und ab, Start und Ziel in Leienkaul, elf Stationen über die kostenlose App Actionbound, Parken am Startpunkt kostenfrei. Das Kaulenbachtal ist zugleich einer der sieben Zuwege zur Endert-Strecke. Bis 1959 wurde dort Dachschiefer gefördert, dann beendete ein Wassereinbruch auf der Grube Maria-Schacht den Abbau. Für einen ganzen Wandertag führt das Touristik-Büro die Eifelhöhen und das Brohlbachtal ab Roes, 23,0 Kilometer in 6:25 Stunden, als jederzeit frei zugänglich.

Mit dem Rad hat der Endert-Weg ohnehin nie funktioniert, unabhängig vom Zustand der Brücke: Das Touristik-Büro bittet Radfahrer aus Sicherheitsgründen ausdrücklich, den Weg nicht zu benutzen. Außerdem warnt es, dass die felsigen Pfade bei Nässe rutschig sind; festes Schuhwerk gehört dazu.

Die sieben Zuwege zur Strecke liegen in Alflen, im Kaulenbachtal bei Leienkaul, in Kaisersesch am Bahnhof, in Büchel an der Kirche, am Wanderparkplatz an der L 98 bei Landkern, in der Ortsmitte von Greimersburg und in der Kelberger Straße in Faid. Welche Touren im Kreis sonst noch offen sind, steht im Überblick zum Wandern an der Mosel.

Wegzustand und Busverkehr: Stand 4. September 2026.

Ist der Wanderweg Im Tal der Wilden Endert gesperrt?

Das Touristik-Büro Schieferland Kaisersesch führt ihn am 4. September 2026 nicht mehr als gesperrt. Statt der Sperrung vom 17. August 2026 warnt es vor Brückenschäden am Wasserfall Rausch. Vor der Anfahrt ist ein Anruf beim Touristik-Büro unter 02653 9996-502 sinnvoll.

Was ist am Wasserfall Rausch beschädigt?

Die Brücke über den Wasserfall, die auf der Strecke zur Wallfahrtskirche Maria Martental führt. Erneuert werden soll das Bauwerk voraussichtlich 2027.

Welche Wanderung im Schieferland ist als Alternative ausgewiesen?

Der Digi-Pfad im Kaulenbachtal mit 4,0 Kilometern in rund zwei Stunden ab Leienkaul, für einen ganzen Tag die Runde Eifelhöhen und Brohlbachtal ab Roes mit 23,0 Kilometern in 6:25 Stunden. Beide führt das Touristik-Büro als jederzeit frei zugänglich.